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Ezio Lunedei und Mark ‚Booga‘ Fowell sind Kopf und Bauch der 5-köpfigen Band Ezio aus Cambridge. Die Aufgabe des Gitarristen Booga ist dabei, die Geschichten seines Freundes Ezio mit hörbaren Gefühlen zu unterlegen. Das gelingt perfekt – die Beiden mit italienischen, beziehungsweise kenianischen Wurzeln bilden eine wunderbare musikalische Einheit. Wurden ihre Songs anfangs in der Nähe von Van Morrison, Jeff Buckley und Bob Dylan verortet und danach bei David Gray und Ryan Adams, so haben Ezio doch ihren eigenen Stil: ein Mix aus Singer/Songwriter, Latin und Rock mit Ausflügen in die Popmusik.

Während Ezio seine unprätentiösen Geschichten über Liebe und Sehnsucht erzählt, bringt sein musikalisches Alter Ego Booga seine zwölfsaitige Gitarre so gekonnt zum Klingen, dass in der Presse immer wieder Vergleiche zu Virtuosen wie Al di Meola und John McLaughlin angestellt werden. Ezio verstärkt den Sound mit sechs Saiten und seiner Stimme. Den Klasse-5er komplettieren Lidia Cascarino am Bass, Alex Reeves an den Drums und Lee Russellan an weiteren Guitars, Lap Steel, Percussion, Organ etc., und am Ende des Konzertes bleibt kein Wunsch, aber die Frage offen, warum Ezio nicht längst Superstars des Folkpop sind?

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