Ida Sand & Band – Meet Me Around Midnight

Wieder eine dieser nordischen Sirenen, die uns mit elfenhaft erscheinendem Wesen und entrückt anmutendem Gesang betören?

Also Sirene und betören ja, entrückt nein. Denn die Schwedin ist mit einer Stimme gesegnet, die ihre Wurzeln nicht in Skandinavien, wie wir es musikalisch gerne sehen, vermuten lässt. Ida Sand klingt erdig-markant, bluesgetränkt, gospeldurchdrungen, jazzverwittert, soulinfiziert. Und so verwundert es nicht, dass Ober-Funker Nils Landgren ihr Debüt produzierte und Ulf Wakenius eine ganze Menge Gitarrenarbeit dazu beisteuerte. Ida Sand, die Pianistin und Sängerin, bewegt sich dabei traumwandlerisch sicher durch das von ihr exquisit ausgesuchte Repertoire, das neben tollen Eigenkompositionen auch Titel von den Eurythmics, Bill Withers oder Stevie Wonder enthält (auch dabei der traumhafte Ed Cobb-Song „Every Little Bit Hurts“, den man hier zuletzt vor vielen Jahren von Steve Winwood und der Spencer Davis Group hörte). Allem drückt sie ihren ganz eigenen Ida-Stempel auf, so dass man evtl. nicht Unbekanntes völlig neu entdeckt.

Ein schlüssiges Konzept und Konzert mit toller Musik an der Nahtstelle von Jazz, Blues, Soul, mit einer Künstlerin (und ihrer Band) aus Skandinavien, die sicher bald aus dem Schatten der schon etablierten Elfen-Kolleginnen herausragen wird.

Weitere Informationen zu dieser Veranstaltung gibt es auch unter
http://www.myspace.com/idasand

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