Das politische Kabarett ist zurück.

Als sich vor einiger Zeit bei der ZDF-Kabarettsendung Neues aus der Anstalt Georg Schramm, Urban Priol und die anderen des Personals verabschiedeten, hätte man denken können: das war’s jetzt mit dem politischen Kabarett in großen deutschen Medien. War’s aber nicht. Die neue Ausgabe des neuen Teams um Max Uthoff dieser wirklich unvermutet beim ZDF angesiedelten Kabarett-Show entpuppte sich als eine politische Wucht mit abschließendem Knalleffekt! Wer mag, kann sich das Ganze noch mal in der Mediathek anschauen, und zwar hier.

Beigetragen hat dazu auch ein Kabarettist, den wir Ihnen im im Sommer auf der Burg Wilhelmstein präsentieren können: Christoph Sieber. Den zeigen wir Ihnen hier mit einem schon älteren Ausschnitt, der aber so oder so aktuell ist und bleibt.

Zum Tod von Paco de Lucia

Paco De Lucia ist gestorben. Mit 66 Jahren, viel zu früh! Paco De Lucía, der mit bürgerlichem Namen Francisco Sánchez Gómez heißt, wurde der am 21. Dezember 1947 in der andalusischen Hafenstadt Algeciras geboren und gilt als großer Erneuerer des Flamenco. Auf der Suche nach neuen musikalischen Horizonten verband er diesen anfangs mit brasilianischen Klängen, wagte dann die Fusion mit dem Jazz. Seine Aufnahmen mit John McLaughlin und Al Di Meola („Friday Night in San Francisco“) oder Chick Corea gingen in die Musikgeschichte ein.

Der „Flamenco-Gott“, wie ihn viele seiner Verehrer nennen, wuchs in armen Verhältnissen auf. Sein Vater war auch Gitarrist, der das Talent seiner Kinder erkannte. Paco war der Begabteste. Schon als Kind übte er zehn Stunden am Tag, als Zwölfjähriger verdiente er bereits mit ersten Auftritten Geld, und als Teenager tourte er mit einer Flamenco-Gruppe durch die USA. 1964 folgte das erste Solo-Album. Der internationale Durchbruch gelang De Lucía zehn Jahre später mit der Rumba „Entre dos aguas“ (Zwischen zwei Gewässern). 2004 wurde er mit dem Prinz-von-Asturien-Preis ausgezeichnet.
Wir von der Burg Wilhelmstein hatten das große Glück, vor Jahren ein Konzert mit ihm und seiner grandiosen Band zu veranstalten. Das gemeinsame Essen nach dem Konzert wuchs sich zu einer veritablen Feier aus, in deren Verlauf wir einen super netten Menschen hinter dem Bühnenkünstler entdecken durften. Wir trauern um ihn.

Neues Ticket-System online

Liebe Freundinnen und Freunde der Burg Wilhelmstein,

in dem Bemühen, unseren Kundenservice zu verbessern, haben wir ab sofort für Sie ein überarbeitetes Ticket-Bestellsystem online. Zusammen mit unserem Partner PYT – Print Your Ticket können wir Ihnen einen vereinfachten Bestellvorgang und erweiterte Bezahlmöglichkeiten anbieten.

Ihre persönlichen Daten (Namen, Adresse, Kommunikationsverbindung) brauchen Sie nun nicht mehr wie bisher bei jeder Bestellung ausfüllen, sondern nur noch einmal, zur Einrichtung eines Kundenkontos. Dort loggen Sie sich dann bei jeder weiteren Bestellung nur noch ein, so wie Sie das von anderen aktuellen Shops im Internet kennen.

Wir werden keine Beträge mehr von Ihrem Bankkonto einziehen, stattdessen haben Sie die Wahl zwischen verschiedenen Zahlungsarten wie Überweisung, Kreditkarte, Paypal und Sofortüberweisung. Ihre uns vorliegenden Bankdaten von früheren Bestellungen werden von unserem Server gelöscht

Ihr Ticket können Sie sich nach wie vor selber ausdrucken. Dies wird am Einlass zur Veranstaltung einfach nur gescannt (und nicht wie bisher an der Veranstaltungskasse mit einer Liste abgeglichen). Also auch hier eine Vereinfachung für Sie. Falls Sie dennoch eine (versandkostenpflichtige) Ticket-Zusendung wünschen, können Sie auch dies bei der Bestellung auswählen.

Für alle weiteren Fragen rund um’s Ticket wenden Sie sich bitte an unseren Ticketservice Das Kartenhaus unter der Rufnummer 02405-4086-0.

Wir arbeiten nun mit Hochdruck am weiteren Programm des kommenden Sommers und freuen uns auf Ihren Besuch!

Ihr Team der Burg Wilhelmstein

Erste Veranstaltungen online

Liebe Freundinnen und Freunde der Burg Wilhelmstein,

wie immer um diese Zeit geht es plötzlich irgendwie rasend schnell auf Weihnachten zu. Und dann fehlt einem plötzlich noch das ein oder andere Geschenk. Wie wär’s denn in diesem Zusammenhang mit einem Ticket für eine Veranstaltung im kommenden Sommer auf unserer schönen Burg Wilhelmstein? Die ersten Termine sind nun online und im Verkauf, und es werden dann immer mehr hinzukommen. Selbst, wenn gerade nichts dabei ist, das Ihr Interesse findet: Sie können auch Geschenk-Gutscheine bei uns erwerben, die Sie oder eine beschenkte Person später gegen Tickets bei uns eintauschen können. Fragen Sie unsere Anna werktags zwischen 9 und 13 Uhr telefonisch unter 02405-429490 oder rund um die Uhr per mail unter tickets@burg-wilhelmstein.com.

Viele Grüße vom Team der Burg Wilhelmstein

Veranstaltungstipp – Tim MC Millan & Friends in der Heinrich-Heine-Gesamtschule in Aachen Laurensberg

Der im australischen Melbourne beheimatete Tim McMillan glänzt nicht nur mitvirtuosem Spiel auf der Akustikgitarre. Er erweist sich auch als eigenwilliger Komponist, der mit komplexen Soundgebilden aufwartet, die sich musikalisch nach allen Seiten öffnen. Stilistisch greift der in seiner Heimat mit zahlreichen Preisen dekorierte Musiker, der bei uns auch als Gitarrist der australischen Ausnahmeband NAKED RAVEN bekannt wurde, auf Folk, Klassik, Pop und Blues zurück und bringt diese Vielseitigkeit mit seiner Indie-Attitüde in Einklang. Seine hörenswerte eklektische Mixtur bezeichnet McMillan selbst als „Goblincore“ und spielt damit auf eine entrückt und fantastisch klingende, dann wieder bis an Progrock und ins Abstrakte reichende Klangwelt an. Exzellente Musik, dargeboten mit einem guten Schuß Humor.

Am 6. Dezember um 19 Uhr spielt Tim Mc Millan zusammen mit dem Münchener Schlagzeuger Alex Bökelund auf Wunsch des Publikums und der Schülerschaft nochmals ein Konzert in der Heinrich-Heine-Gesamtschule im Aachener Schulzentrum Laurensberg.

Veranstalter dieses Konzerterlebnisses sind unter dem Motto „Vielfalt im Kulturnetzwerk“ die „Kulturagenten für kreative Schulen“ im Netzwerk Aachen. Das Kulturagenten-Modellprogramm läuft seit dem Schuljahr 2011/2012 auch in NRW. Für interessierte SchülerInnen gibt es zusätzlich zum Konzert wieder einen dreitägigen Workshop mit Tim Mc Millan, zu dem man sich über die Heinrich-Heine-Gesamtschule anmelden kann.

Die Schule bietet dieses Konzert nicht nur Schülern, Eltern und Kollegen sondern darüber hinaus der kulturell aufgeschlossenen Öffentlichkeit zum Nulltarif an. Wegen der begrenzten Platzzahl wird um Anmeldungen zum Konzert per mail unter der Adresse info@burg-wilhelmstein.com gebeten.

Veranstaltungstipp: Eric Burdon & The Animals

Liebe FreundInnen und Freunde der Burg Wilhelmstein,

am 21. November kommt ein Elementar-Teil Beat/Blues/Pop/Jazz-Geschichte in unsere Region: die charismatische Stimme musikalischer Meilensteine, von denen House Of The Rising Sun mit den Animals nicht der erste und das legendäre erste Album mit WAR nicht der letzte waren. Es gibt noch ein paar Tickets für dieses Konzert im Theater Heerlen, und zwar hier. Nix wie hin!

Viel Spass wünscht das Team der Burg Wilhelmstein

Finale auf Burg Wilhelmstein

Sonntag 25. August: Im Mittelpunkt der Abschluß-Veranstaltung auf der Burg steht mit Carpe Momentum eine herausragende neue Veröffentlichung des Aachener Akkordeon-Künstlers Manfred Leuchter. Damit hat er erneut Maßstäbe gesetzt, indem er die organischen Klänge seines Instrumentes und der Instrumente seiner Mit-Musiker mit modernen Einflüssen elektronischer Klangerzeugung virtuos kombiniert. Von einer neuen Synthesizer-Generation inspiriert, führt er durch beeindruckende Klangwelten, ohne auf sein Instrument, das Akkordeon, zu verzichten. Im Gegenteil: seine Spielkunst ist das verbindende Haupt-Element durch die verschiedenen Soundkulissen, die er mit virtuoser Hand errichtet hat.Die präsentiert ermit seiner Band, dem iranischen Percussionisten Afra Mussawisade, dem niederländischen Tausendsassa Antoine Pütz und Stefan Michalke am Flügel sowie handverlesenen internationalen Gästen: den australischen Vocalisten Julia Messenger und Grant Stevens sowie der Munharmonika-Virtuosin Kathrin Gass. Tickets sind noch an der Abendkasse ab 18 Uhr erhältlich. Beginn 20 Uhr, Einlass  19 Uhr.

Mehr Info und Tickets online.

Konzertreview Pale – Groß die Melodien, kraftvoll die Gitarren

Von Stefan Schaum, AZ/AN

Würselen. Zum Schluss noch einmal pure Emotion, die große Hymne von Oasis: «Don’t Look Back In Anger». Vor der Bühne der Burg Wilhelmstein: ein wogendes Meer aus Armen, das ganze Publikum ein einziger Chor. Auf der Bühne: Musiker, die einander in den Armen liegen und ziemlich feuchte Augen haben.  Dann die letzten Töne, der große Abschied von Pale. Soll das wirklich der allerletzte Song sein, den die Aachener Band je auf einer Bühne spielt? Schwer vorstellbar nach dieser Leistung. Doch falls ja, war es ein rundum würdiger Abschied.

Strotzend vor Energie

Den hatte es eigentlich schon vor gut zwei Jahren gegeben, als die Band sich nach gut 18-jähriger Geschichte aufgelöst hatte. Doch dieses eine Konzert auf Burg Wilhelmstein, das 2007 im Vorprogramm von Kettcar hätte stattfinden sollen, wollten die Jungs unbedingt nachholen. Damals war Sänger Holger Kochs erkrankt, jetzt aber in Topform, spielfreudig, strotzend vor Energie, so wie alle in der Band. Als deren harter Kern – Holger Kochs und sein Bruder Stephan am Schlagzeug, Gitarrist Christian Dang und Bassist Jürgen «Hilly» Hilgers – die Bühne betritt, drängt das Publikum geschlossen bis an den Rand. Es beginnt eine Party, die 23 Songs lang dauern soll. Weiterlesen

Konzertreview TAB TWO: Ein starker Abend voller Hip-Jazz

Von Katrin Haas – AZ/AN

Würselen. Das Publikum war sich bewusst, das könnte das letzte Mal gewesen sein. Das letzte Mal, dass Trompeter, Komponist und Instrumental-Allrounder Joo Kraus und Bassist Hellmuth Hattler gemeinsam auf der Bühne stehen. Zwölf Konzerte haben «Tab Two» gespielt, das dreizehnte, das letzte auf Burg Wilhelmstein in Würselen. «Ein bisschen weint mein Auge, aber der Himmel lacht», erklärt Hellmuth Hattler wehmütig auf der Freilichtbühne von Burg Wilhelmstein. «Aber es ist viel zu schön, um zu heulen.»
Völlig überraschend für die Fans des Duos (und augenscheinlich auch für Hellmuth Hattler) gab es dreizehn Jahre nach der Trennung wieder eine kurze Tour. Sie produzierten eine Mischung aus Hip-Hop, TripHop, Jazz, Salsa und Drum’n’Bass, zusammengefasst als «Hip-Jazz».

Ihre Fans hätten am liebsten aus dem Sitz- ein Stehkonzert gemacht. In jeder Reihe wippten, zuckten und tanzten die Musikliebhaber auf ihren Sitzen. Nicht nur das Publikum hatte Spaß: Hattler und Kraus dirigierten ihre Fans in der «Mittmachpause» und erklärten gleich dabei mit einem Augenzwinkern ihre Philosophie: «Es ist einfach Blödsinn, darum geht’s, das ist Musik.» Im Gegensatz zu den schnellen Rhythmen stand auch der Moment, als Joo Kraus minutenlang einen Ton auf seiner Trompete hielt.

Wie in Trance stand er auf der Bühne und bewegte sich dann noch durchs Publikum. Für die Fans ein lohnendes Konzert. Und das Duo fühlte sich sichtlich wohl, mit einem Schulterklopfen signalisierten die beiden: Hier funktioniert das Zusammenspiel wieder. Zumindest auf begrenzte Zeit. Als Hattler sich bei seinem Kollegen mit «Danke, Joo» bedankte und dieser ein «Danke, Hellmuth» erwiderte, blieb Hellmuth Hattler nur ein «Wow».