Fire on the floor!

Was für ein Auftakt in die #buwi2017 Saison! Nach dem traditionellen „Blind Date“ am Freitag, folgte mit Beth Hart ein weiteres musikalisches Highlight.

Es war ja schon ein richtig schwül heißer Sommertag, an diesem 27. Mai 2017.  Aber das hielt die Vorgruppe um Gary Hoey nicht davon ab, mit kräftigem Bluesrock die Gemüter weiter aufzuheizen. Der halbstündige Auftritt des Gitarrenvirtuosen in Anlehnung an Musikgrößen wie Johnny Winter, sorgte direkt mal für richtig gute Stimmung unter dem Zeltdach.

Und nach einer rasant kurzen Umbaupause war sie dann wieder da, zum mittlerweile 3. Mal: Beth Hart. Zusammen mit Jon Nichols (Gitare), Bob Marinelli (Bass) und Bill Ransom (Schlagzeug) sorgte sie für reichlich „Fire on the floor“, so wie der Titel ihres neuen Albums es verspricht.

Schon früh im Jahr waren alle Karten für das Konzert restlos vergriffen. Und wer die US-amerikanische Sängerin auf unserer Freilichtbühne zwei Stunden erleben durfte, mit ihrer Stimme, ihrer Bühnenpräsenz und ihrer Ausdruckstärke, weiß, warum es über unsere Region hinaus eine große Fangemeinschaft gibt. Und die wurde an diesem Abend wahrlich nicht enttäuscht!

Immer wieder gab es standing ovation und am Ende sogar Geschenke von den Fans. Watt willste mehr als Künstler/in? Und als Veranstalter zum Start in eine neue Saison…?!

#buwi2017

Götz Alsmann und das Vermächtnis von Big Bobby Bingo

Man schreibt das Jahr 1965. Der kleine Götzi begleitet seine Mutter zu einer Otto-Versand-Modenschau, die von keinem geringerem als Big Bobby Bingo musikalisch begleitet wurde. Etwas schüchtern erzählte Götzi Bingo von seinem Traum, ein großer Musiker am Broadway zu werden. Big Bobby Bingos erste Reaktion zeigte wohl, dass er für solcherlei Träume wohl wenig übrig hatte. Trotzdem schenkte er Götzi ein Kladde mit Musiknoten von Nat King Cole. Es war der Beginn einer langen musikalischen Reise, die mit Musikaufnahmen im Blue Note Musikstudio in New York ihren vorzeitigen Höhepunkt fand.

Wobei, Höhepunkte sind auch immer wieder Konzerte, die die Götz Alsmann Band immer wieder auf Burg Wilhelmstein präsentiert. Da spielt eine famose Kapelle mit raffinierten und ausgefeilten Arrangements ganz fein auf. Angeführt von einem Herrn mit Tolle, dessen Traum es immer schon war, einmal Pianist in rosa Joppe auf Burg Wilhelmstein zu sein. Seit vielen Jahren immer wieder ein Highlight auf der Freilichtbühne, mit viel Musik und großem Spaß!

Was uns aber an diesem Abend besonders berührt hat, war die Hommage an unseren lieben Freund Uli Pesch, mit dem die Band und insbesondere Götz Alsmann viele Jahre lang eng freundschaftlich verbunden war. Und die Freundschaft zwischen Burg-Team und Künstlern hat weiter Bestand.

Götz Alsmann widmete das Konzert unserem im letzten Jahr leider viel zu früh verstorbenen Uli, der die Freilichtbühne zu dem gemacht hat, was sie heute ist.

Wir sagen Danke. Team Burg Wilhelmstein.

Lokale Heldentaten

Nach dem in diesem Jahr erstmals erfolgten Online-Voting mit fast 9.000 (!) Stimmabgaben war es nun endlich soweit. Die drei Gewinnerbands gaben ihre musikalische Visitenkarte auf der Freilichtbühne Burg Wilhelmstein ab.

Zuerst hieß es T.E.A. time. Mit ihrem „Britpoprock“ eröffnete die Aachener Band einen launig musikalischen Abend. Es folgte Dcseven, mit ihren Ausdruck starken Sängerinnen Sandra „Missi“ Wainwright-Schneider und Heike Nebel. Die wahrsten Sinne des Wortes „ausgezeichnete“ Band musizierte stilistisch im Bereich Funk/ Soul. Und zum Schluss die Gewinner des Votings: Katortz. Bass, Gitarre, Schlagzeug und Regler hoch! Das Trio heizte noch einmal gewaltig ein und den Reststaub aus den Brettern unserer ehrwürdigen Freilichtbühne.

Drei lokale Heldenbands mit drei unterschiedlichen Musikstilen, die allesamt der unbedingte (Spiel)Spaß an der Musik verbindet. Und nun auch ein musizieren auf Burg Wilhelmstein.

Ein Sommerabend mit Silje

Eine bezaubernde Silje Nergaard mit ihren beiden virtuosen Gitarristen Havar Bendiksen und Hallgrim Bratberg begeisterten ihr Publikum auf unserer Freilichtbühne.

Die besondere Atmosphäre der Burg war ihr vertraut, hatte sie doch schon vor vielen Jahren einmal einen Auftritt hier bei uns. Vielleicht auch deshalb fühlte sich die norwegische Songschreiberin und Sängerin sichtlich wohl und bewies ihr ganzes Können mit viel Gefühl, Stimmung und musikalischer Bandbreite. Neben eigenen Jazzkompositionen gab es u.a. eine Interpretation von David Bowies „This is not America“ zu hören, oder auch ein Lied in norwegischer Sprache, über die Schwierigkeiten, am frühen morgen geschmeidig in den Tag zu finden.

Havar und Hallgrim (jeder viel talentierter als Pat Metheny 😉 …) waren kongeniale Partner mit viel Freiraum, den sie mit großer Spielfreude füllten. Was braucht Silje eine Band für ihre Lieder, wenn man solche Musiker an seiner Seite weiß?

Am Ende konnte das Publikum mit Standing Ovation mehr Zugaben einfordern, als Silje eigentlich vorgesehen hatte. Auch das war Beweis für einen wunderbaren musikalischen Sommerabend auf Burg Wilhelmstein.

Tusen takk, Silje!

Friday Night in Würselen

Und am Ende kam, was kommen musste: Mediterranean Sundance vom Album „Friday Night in San Fransico“! Wie schon vor zwei Jahren an gleicher Stelle endete das Konzert mit dem wohl bekannteste Gitarrenstück von Al Di Meola und dem leider viel zu früh verstorbenen Paco de Lucia und riss auch den letzten Bankdrücker vom Sitz.
Es war wieder ein denkwürdiger Jazzabend auf unserer Freilichtbühne. Noch bevor der erste Ton gezupft wurde gab es Ovationen für Al Di Meola und seine zwei Begleiter. Wieder an der zweiten Gitarre Peo Alfonsi und am Schlagzeug diesmal Peter Kaszas. Und diese Stimmung übertrug sich von Anbeginn an auf das Trio, das fortan mit großer Spielfreude agierte. Unter dem voll besetzten Zeltdach konnte man zeitweise eine Stecknadel fallen hören, so gebannt und aufmerksam verfolgten die Zuhörer/innen die Extraklasse der Musiker, bis zum grande finale. Großartig!
Nach dem Konzert nahm sich Al Di Meola viel Zeit für seine Fans und signierte seine CDs. Währenddessen vollzog sich auf der Bühne der technische Abbau. Und Peo Alfonsi spielte im mittlerweile leeren Zuschauerraum gedankenverloren weiter seine Gitarre…

Sophie Hunger begeistert

Noch eine außergewöhnliche Musikerin zu Gast auf der Freilichtbühne. Kaum in gängige Kategorien wie Jazz, Blues oder Folk einzuordnen, unkonventionell, eigenwillig und mit großer Persönlichkeit, riss es das Publikum von den Sitzen.

Am Ende des aktuellen musikalischen Zyklus angekommen, in unserer Region im Keller (Musikbunker Aachen) begonnen und auf unserer Burg finalisiert, wird es der Wind zeigen – meint Sophie – ob es irgendwann einen produktiven neuen Zyklus und ein Wiedersehen geben wird. Wir werden pusten was das Zeug hält, um Sophia Hunger und ihre tollen Begleitmusiker eines Tages wieder als einen Top Act zur Freilichtbühne zu lotsen.

Bis dahin, liebe Sophie, weiterhin kreative Schaffenskraft – wünscht das Team der Burg Wilhelmstein!

Marialy, Joo, Lily und Uli

Das Team der Burg Wilhelmstein hat sich schon lange auf Marialy Pacheco, gefreut. Jetzt war es soweit. Zusammen mit Joo Kraus, der bereits mehrfach u.a. mit Hellmut Hattler als TAB TWO auf der Freilichtbühne stand sowie der sehr ausdrucksstarken argentinischen Sängerin Lily Dahab, wurde es ein toller Jazzabend mit südamerikanischem Flair, Rhytmen und großen Emotionen.
Meisterhaft unterstützt und mitunter auch mal mit allen Freiheiten zu Solis ausgestattet, bildeten Bassist Juan Camilo Villa Robles und Schlagzeuger Diego Piñeiro die rhythmischen Basis.

Marialy meinte, sie rede immer dann viel, wenn sie sich wohlfühlt. Das schien so zu sein an diesem Sommerabend auf der Freilichtbühne. Denn sie schenkte dem Publikum nicht nur ihre ganze musikalische Klasse und Virtuosität, sondern auch plauderhafte humorvolle Übergänge zwischen den Musikstücken. Kleine Kostprobe: Als der Wind während eines Stückes die Notenblätter fast vom Klavier wegwehte, sprang ihr Uli aus dem Publikum zur Seite. Sehr zur Freude aller. Zum Dank, so Marialy anschließend, würde Uli ein großes handsigniertes Herzchen auf der neue CD von ihr erhalten – wenn er eine kaufen würde…

Die in Deutschland lebende kubanische Jazzpianistin und Komponistin Marialy Pacheco zeigte an diesem Abend, welch tolle Musikerin mit großer Ausstrahlung sie ist! Wir hatten großen Spaß! Auch wenn wir etwas in Sorge waren, ob das mit den High Heels unfallfrei auf der Bühne geht. Es ging. Bewundernswert…

Bukahara bat zum Tanz

Beim September Special 2015 auf dem Aachener Markt haben die vier Vollblutmusiker von Bukahara aus Köln trotz strömenden Regens begeistert. Hans Brings wollte ihnen nun auch einmal eine Auftrittsmöglichkeit bei schönem Wetter bieten. Und in der Tat, endlich war es ein lauer Sommerabend, den die vier teils barfuß auf der Freilichtbühne nutzten, um ihre musikalische Vielfältigkeit zum Besten zu geben.
In Genres schwer einzuordnen ist das, was da musiziert wird. „Irgendwo zwischen Gipsy, Reggae und Balkan Sound. Irgendwie anders.“ wie es auf der Homepage heißt.
Bestuhlte Konzerte geben sie eigentlich weniger, entfuhr es Leadsänger Soufian Zoghlami. Und so kam es, dass je länger das Konzert dauerte, tatsächlich mehr und mehr Sitzplätze überflüssig wurden. Ahmed Eid am Bass, Daniel Avi Schneider an der Geige sowie Max von Einem an Schlagzeug, Posaune und Tuba übertrugen ihre sicht- und hörbare Spielfreude ans Publikum weiter, das ebenso fröhlich tanzend und singend mit machte.
Eine Band. Vier Musiker. Viel Sound. Hat wieder Spaß gemacht! Wir sagen Danke Bukahara!

Sieger der „Lokale Helden“ – Abstimmung stehen fest

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Fast 9.000 Stimmen gab es beim Voting für das Konzert „Lokale Helden“ auf der Freilichtbühne Burg Wilhelmstein. Die Frage, welche der vorgeschlagenen Bands bei diesem Konzert dabei sein werden, war bis zum Schluss spannend. Sechs Wochen hatten die Teilnehmer Zeit, abzustimmen. Und folgendes Ergebnis steht jetzt fest:

Katorz – 3.133 Stimmen – 35,47 %

TEA – 1.803 Stimmen – 20,41 %

DCseven – 1.671 Stimmen – 18,92 %

Lagerfeuer – 1.114 Stimmen – 12,61%

Senor Torpedo – 316 Stimmen – 3,58 %

Michael Witte & Band – 302 Stimmen – 3,42 %

Renaud Marquardt – 290 Stimmen – 3,28 %

Hey Hey – 205 Stimmen – 2,32 %

Vielen Dank an alle Teilnehmer der Abstimmung und an alle Bands für Ihre Bereitschaft zur Teilnahme! Am 27. August werden also die Bands „Katorz“, „TEA“ und „DCseven“ auf der Freilichtbühen auftreten. Wir freuen uns. Tickets für diese Veranstaltung gibt es hier!

Hippie time auf Burg Wilhelmstein

Frontfrau Kiki Sauer überrascht es immer wieder. Jedes mal bevor die 17 Hippies auf unserer Würselener Freilichtbühne spielen, muss es wohl aus Kübeln schütten. Sobald die Musiker aber die Bühne betreten, strahlt die Sonne. So auch diesmal.

Mit großem Applaus wurde die Berliner Kapelle vom Publikum begrüßt. Und das nicht nur wegen der (mitgebrachten?) Sonnenstrahlen. Die freudige Erwartung auf einen musikalisch tollen Abend wurde wahrlich nicht enttäuscht. Die seit nunmehr 20 Jahren musizierenden Hippies bewiesen einmal mehr, dass sie nicht nur hervorragende Solokünstler sind, sondern eine mit viel Spaß am gemeinsamen Spiel harmonierende Truppe. Dieser Spaß übertrug sich von Beginn an auf das Publikum. Folgerichtig gab es dann irgendwann kein Halten mehr und die Sitzplätze wurden überflüssig.

Hippiemusik ist geprägt von Vielseitigkeit. So wie sich die einzelnen Gruppenmitglieder mit Solis auf der Bühne abwechseln, so ändern sich die Genres von osteuropäischen Melodien und Rhythmen hin zu amerikanischer Folkmusik oder französischen Chansons. Mal rein instrumental, mal mit Gesang in Deutsch, Französisch oder Englisch. Und alles mit viel Gefühl und Rhythmus wo man mit muss!

Die letzte Zugabe des Abends wurde dann noch mitten unter dem Publikum intoniert, das an diesem Abend sicher keine Gedanken über das miserable Wetter verschwenden musste. Wir lieben die Hippies!