„Get Back“

Eine Veranstaltung in der gemeinsamen Reihe VOICES von Burg Wilhelmstein/SEW, Kulturbetrieb der Stadt Aachen und der Kulturgemeinde Alsdorf im Energeticon Alsdorf.

Er ist sexy wie Danny DeVito, seine Profession ist die Schauspielerei und seine Liebe die Musik. Gustav Peter Wöhler ( Foto: Jim Rakete) gehört seit Jahren zu den bekannten Gesichtern der deutschen Film- und Fernsehszene. Er hat in anspruchsvollen Kinofilmen von Doris Dörrie oder Werner Herzog ebenso gespielt wie in den „Sieben Zwergen“ von Otto Waalkes, er war in Fernsehproduktionen wie dem „Wunder von Lengede“ oder „Die Manns – Ein Jahrhundertroman“ zu sehen und spielt regelmäßig Theater.

Daneben hat er sich aber auch seit fast fünfzehn Jahren als Sänger etabliert, und was einst als private Leidenschaft in Wohnungen und Theaterkellern begann, hat sich inzwischen zu einem Erfolgsprojekt mit Kultcharakter entwickelt. In den vergangenen Jahren haben Gustav Peter Wöhler und seine Band weit über 100 Konzerte gegeben und vier CDs produziert, so dass aus dem ursprünglichen „Geheimtipp“ letztlich eine feste Größe in den Konzertkalendern vieler Theater geworden ist.

Nach einer längeren Auszeit meldet sich die Gustav Peter Wöhler Band nun mit einem neuen Programm zurück – und besinnt sich dabei ganz auf ihre Wurzeln. „Get back“ heißt der Abend nach dem gleichnamigen Song der Beatles, mit denen letztlich alles begann: Im neuen Programm gibt es nun also „Get back“ und „Imagine“ und daneben eine Reihe von Songs etwa von Joni Mitchell und Janis Joplin, von den Rolling Stones und Leonard Bernstein. Denn zu den Anfängen zurückzukehren heißt auch, sich in einem wesentlichen Punkt treu zu bleiben. Aber hier geht es nicht um Cover-Versionen: die Gustav Peter Wöhler Band hat eine völlig eigene Art entwickelt, intime, schlanke und jazzige Arrangements ihrer ganz persönlichen Lieblingslieder vorzustellen. So ist „Get back“ letztlich auch eine musikalische Autobiographie, unverkennbar interpretiert und um Geschichten ergänzt von Gustav Peter Wöhler und seinen drei phantastischen und handverlesenen Musikern.

Bassist Olaf Casimir, Pianist Kai Fischer und Gitarrist Mirko Michalzik sind auch als Musiker etwa für Stefan Gwildis, die Cultured Pearls, Dominique Horwitz, Klaus Lage und Vicky Leandros tätig, und gemeinsam sind sie auch die Band von Annett Louisan. Zusammen mit Gustav Peter Wöhler hat das Trio nun das „Get back“ Programm entwickelt, und das ist endlich live bei uns zu erleben.

Mit freundlicher Unterstützung des ENERGETICON.

Los Bomberos De Montecruz

Trinkt, feiert, tanzt, Companeros! Zu den Songs von Sancho Gitano und seiner Combo geht nichts besser.

Sancho Gitano hat schon unzählige musikalische Projekte initiiert. Mit den Los Bomberos de Monte Cruz präsentiert er nun grenzüberschreitenden Gypsy-Style mit furiosem Fiesta-Feeling. Auf seiner Rundreise vom Balkan über Andalusien bis Rio de Janeiro hat der brillante Gitarrero und Bandleader aus Berlin am staubigen Straßenrand des Lebens alles aufgesammelt, was frisch, verrückt und explosiv ist. Die Bomberos verwandeln ihre Geschichten in schweißtreibende, leidenschaftliche Tanzlust. Einmaliger und unverwechselbarer Sound in der Tradition von Manu Chao, Mano Negra, Emir Kusturica oder Negu Gorriak, eben Patxanka Style. Also: Tanzt den Patxanka, und Vorhang auf für die grenzenlose Leidenschaft des Flamenco!

Costo Rico

Costo Rico wurde in einem kleinen, feuchten Keller geboren. Vielleicht hat die Band schon deshalb so zielstrebig das Rampenlicht gesucht. Dort glänzt sie nun, denn verstaubt oder düster ist rein gar nichts an dieser jungen, neunköpfigen Truppe. Ihre Musik, eine gelungene Verbindung von Rumba, Reggae, Ska, Funk, Samba und karibischen Einflüssen ist äußerst frisch und energiegeladen. In der Mestizo-Szene Barcelonas gelten sie als die vielversprechendsten Newcomer des letzen Jahres. Auch Manu Chao wurde auf die Band aufmerksam. Er zählt Costo Rico zu den besten Bands Barcelonas, wie „La Colifata“ beweist, ein von ihm zusammengestellter Sampler, der eben diese Bands vorstellt.

Auf der Bühne sind Costo Rico pure Energie. Mit zwei Percussionisten, zwei Gitarren, Trompete, Saxophonen und dem wunderschönen Gesang von Frontfrau Meri bringen sie jede Hüfte zum Schwingen. Und den Aachener Markt.

Haydamaky – Kobzar

Früher zogen in der heutigen Ukraine blinde Sänger wie die mittelalterlichen Troubadoure von Ort zu Ort, spielten die Bandura und sangen ihre Balladen von ruhmreichen und freiheitlichen Kosakenzeiten. In dieser Tradition sehen sich auch Haydamaky – nur eben mit modernen und zugegeben lauteren (im Gegensatz zu leisen) Mitteln. Berühmt geworden in den Tagen der Orangen Revolution, zählen sie inzwischen zu den bekanntesten und beliebtesten Bands in der Ukraine; sie überzeugen durch ihre musikalische Meisterschaft, die sie auf unzähligen Konzerten und Festivals in Westeuropa, in Fernsehreportagen und Beiträgen zu diversen Compilations unter Beweis gestellt haben.

Mit Schlagzeug, Gitarre und Bass steht die Rockwand, an die ukrainische Ornamente projiziert werden. So erzeugen Haydamaky ihre magischen Epen. Mal ausgelassen tanzend, mal tief berührend mit feinsinnigen und musikalisch komplexen Balladen. Doch die Band geht weiter und integriert Dub, Ska und Rap in ihr Spektrum. Denn Haydamakys Vision von Weltmusik ist ein Brückenschlag vom Früher ins Jetzt und von Ost nach West.

Tribute To Monty Python

Die vielleicht verückteste Band der Welt! Angeführt von Bob Kerr (Saxophone, Posaunen, alles mit Saiten, Flügelhörner, Teekanne und Vocals), der mit seiner Musik den Globus bereist hat, versehen mit einer credit-list, die von solch erleuchteten Ensembles wie The Temperance Seven über die Bonzo Dog Doo-Dah Band bis zur New Vaudevillle Band mit ihrem Welthit Winchester Cathedral reicht. Weiterhin besetzt mit dem Sounddesigner der berühmten Muppets-Show, Prof. Percival (Klarinetten, Saxophone, Flügelhörner, Autohupen und einfach alle Geräusche). Man nennt ihn auch den Stephane Grapelli der singenden Säge. Vervollständigt wird das kleine Orchester durch Malcolm Sked, Bert Lamb und Henri Harrison (alle ALLE Instrumente), und zusammen bieten diese 5 Musiker und Comedians eine Show zwischen zwerchfellerschütterndem Klamauk, britischster Komik und dabei höchster Musikalität unter dem Titel „Tribute to Monty Python“. Always look on the bright side of life!

Die KommMitManns

Die Komm’Mit Mann!s – das heißt: 60er Jahre Soul vom Feinsten! Schweißtreibende Grooves, schmachtende Balladen, gestochene Bläsersätze, fulminante Chöre und mit Chris Tanzza als Leadsänger die schwärzeste Stimme des Ruhrgebiets.

Längst als legitime Nachfolger der Leinwandvorbilder aus Alan Parkers Kino-Kultfilm „The Commitments“ etabliert, touren sie durchs In- und Ausland, die Bewahrer der (vorwiegend „klassisch“ ausgerichteten Stax-) Soulmusik, und sie sind so zu DER deutschen Soul-Formation der Republik avanciert. Nun sind sie bei uns, um den Sommer nach dem stressigen Wahlkampf soulig ausklingen zu lassen. Mit Klassikern von Otis Redding, Ray Charles, Wilson Picket und den außergewöhnlichen Stimmen von neben Chris Tanzza der German Queen of Soul Jane Palmer, Renate Otta und der wunderbaren Katja Kutz.
Und die Botschaft ? “We’re feelin’ kinda soulsick, but the crowd called out for more!”.

Hells Kitchen

Sie jazzen und rappen sich in ganz Deutschland den Hintern wund, und eigentlich kann keiner mehr behaupten, er habe die Kantine ohne eigene Schuld leider verpasst. Bloß in Aachen waren sie bisher noch nicht. Dabei ist diese Band eigentlich immer für Überraschungen gut.
Nach der erfolgreichen Fusion von Jazz, HipHop, deutschsprachiger Soulmusik und etlichen Theatermusiken spielt die Jazzkantine nun auch Versionen großer Rock- und Metal-Klassiker der 80er, wobei sich das Groove-Kollektiv um Produzent und Bassist Christian Eitner gewohnt aufgeschlossen und experimentierfreudig zeigt. Die Institution in Sachen Crossover und stilvollem Miteinander verschiedenster Richtungen unter der Perspektive jazzig arrangierter, rockig gespielter und hiphopmässig gerapter Musik.

Give Me The Food

Schräg, schrill und ausgesprochen originell: Miss Platnum kokettiert mit starkem rumänischen Akzent in ihren englischen Texten, singt über unstillbaren Appetit und zelebriert einen ungewöhnlichen Stilmix. Ihre Songs vereinen R’n’B, großen Soul, amerikanischen Hip-Hop und trendigen Clubsound mit treibenden Balkan-Beats. Die gebürtige Rumänin mit Wohnsitz Berlin war mit ihrer gewaltigen Stimme und ungeheuren Musikalität in unzähligen Projekten vertreten, u.a. als eine der Frontfrauen bei der wunderbaren Soulounge. Zur Zeit ist sie landauf landab mit Peter Fox unterwegs, dieser Abend gehört jedoch ihr mit ihrer eigenen Band ganz alleine. Give me the food, whopaa!

Das gönn ich Euch

Immer wenn man glaubt, man hat alles gesehen, kommt einer und macht was Neues. Christoph Sieber ist so eine Entdeckung. Der Mann hat vieles: Silber im Blick, Munition im Mund und Gummi in den Beinen. Er ist einer, der sich etwas traut, er mischt Comedy mit politischem Kabarett, würzt es mit Tagesaktuellem, Rap, Tanz und Pantomime und reisst das Publikum zu Lach- und Begeisterungsstürmen hin. Ob bei TV-Total, Ottis Schlachthof, bei Dr. Stratmann im WDR oder beim Scheibenwischer, pardon neuerdings Satiregipfel in der ARD. Oder am besten noch live auf einer Bühne, wie der unsrigen beispielsweise. Großartig. 12 (ZWÖLF) renommierte Kabarett- und Kleinkunstpreise in wenigen Jahren kommen nicht von nix. Das sei ihm gegönnt.

Sein zweites Soloprogramm „Das gönn‘ ich Euch“ ist ein kabarettistischer Rundumschlag auf der Suche nach dem Glück, bei dem rasierklingenscharf der Zustand unserer Zeit seziert wird. Ob die Handyrechnung im Briefkasten, ein trüber Herbsttag oder eine Frau, die sich im Bad eingeschlossen hat – das Glück hat viele Facetten, und Sieber zeigt, wie sich aus dem trüben Einerlei des Alltags ein begeisternder Abend stricken lässt. Dabei mischt der gelernte Pantomime Comedy mit politischem Kabarett, Wortakrobatik mit Gesang, Tiefgang mit Entertainment und von der ersten Minute an wird deutlich, was ihn so unverwechselbar macht: Aktualität, Vielseitigkeit und eine Komik, hinter der sich die Abgründe menschlichen Daseins auftun.

Eingerahmt, ja umschmeichelt wird sein Programm von den Herren der TUF-Band (THE UNFORGETABLE FORGETABOUTITS). Diese fabelhaften Musik-Comedians ließen beim Blind Date im vorletzten Jahr ebenfalls ein völlig begeistertes Publikum zurück, und im Programm mit Christoph Sieber werden sie das zum Abschluss unserer Saison auf der Burg wieder tun.

Unterhaltung mit Bauchkribbeln. Luftholen können Sie später.
(Berliner Zeitung)

„WULLEWUPP KARTOFFELSUPP?“

Seit über dreißig Jahren kombiniert Helge Schneider zum Schrecken der Einen und Ergötzen der Anderen virtuoses Können mit grenzenlosem Nonsens: So ist er vom subkulturellen Geheimtipp zum „Wetten dass…?“- kompatiblen Mainstream-Farbtupfer und geachteten Experimental-Germanisten gereift.

Schlagerparodist, Kabarettist, Autorenfilmer, Jazzer, Kriminalbuchautor, Klamauk-Komödiant, Musikclown, Schauspieler, letzter DaDaist? – es ist nicht einfach, Helge Schneider in ein Klischeekorsett zu zwängen. Aber warum sollte man das denn auch? Denn inzwischen kann sich der Meister bei seinen Ausflügen in die unterschiedlichsten Genres stets auf eine treue Anhängerschar verlassen.

HELGE SCHNEIDER wird in seiner neuen Show nix anbrennen lassen. Er nimmt die Kelle selbst in die Hand und schenkt seinen treuen Fans eine Konzertsuppe á la „Cirque du Kautz“ ein. Allein der Titel seiner neuen Tournee lässt dem interessierten Publikum das Wasser im Munde zusammenlaufen!

Viel Spaß bedeutet das für die Fans und weiteres Kopfzerbrechen in den Feuilletonstübchen, wo man diesen seltsamen Typ, der keinen Schein hat für das, was er tut, und der niemanden ernst zu nehmen scheint, doch so gerne einordnen würde – oder ihn wenigstens verstehen! Mit dabei sind auf der Bühne Pete York (Schlagzeug), Sandro Giampietro (Gitarre), Rudi Olbrich (Kontrabass & Tuba). Sergej Gleithman (Bongo & Ausdruckstanz) sowie Bodo Österling (Bongo & Felix-Flasche).

In Zusammenarbeit mit Meyer-Konzerte