„Am schönsten isset, wenn et schön is!“

Konrad Beikircher und die Burg Wilhelmstein – seit dem 9.9.1992 eine ununterbrochene wunderbare Freundschaft!

Das neue Programm vom Beikircher ist der zehnte Teil der Trilogie, der quasi unendlichen Geschichte aus dem rheinischen Universum. Hier dreht sich die Erde immer noch anderseröm, hier gibt es immer noch vielerlei zu bestaunen. Ob das der Coniunctivus prophilacticus ist, die Möglichkeitsform, die Aktivitäten ankündigt und gleichzeitig ihre Infragestellung wenn nicht gar ihre eigene Entschuldigung ist – als solcher ist er eine Unterform des tätigen Konjunktivs; ob das die geniale Relativ-Verschränkung ist, die der Rheinländer dem Lateiner abgeguckt hat oder ob das andere Fallgruben der rheinischen Grammatik sind – immer ist es höchst vergnüglich, diesen Dingen auf den Grund zu gehen. Die Frage, ob Porz schön ist, wird endgültig beantwortet und vielleicht die Geschichte vom Besuch des Sultans im Rheinland erzählt, wo der doch gar nicht nach Köln kam, sondern in Koblenz abgestiegen ist (da passt das Wörtchen ja auch bestens, oder?!) und das alles nur wegen der Driß-Preußen. Also: Anekdötchen und Geschichten, Grammatik und Völkerkundliches (wie z.B. die Frage: kann man den Charakter einer Gegend an ihren Witzen ablesen?), getreu dem Motto des Programms: Am schönsten isset, wenn et schön is.

Götz Alsmann & Band

ENGEL ODER TEUFEL…

…das fragen sich viele, die Götz Alsmann in den letzten fünfundzwanzig Jahren auf der Bühne oder auf dem Bildschirm gesehen haben. Wir kennen die Antwort, aber Sie…?

Vielleicht liefert Ihnen ja das neue gleichnamige Bühnenprogramm ein paar sachdienliche Hinweise.
Der einzige echte Entertainer unserer Zeit präsentiert einen Reigen seiner himmlisch-teuflischen Lieder, mit denen er mühelos eine Brücke zwischen der Welt seligmachender Melodien und dem Abgrund höllisch-scharfer Rhythmen schlägt.

Ganz gleich, ob es sich dabei um Eigenkompositionen handelt oder Götzi tief in das Archiv des klassischen-obskuren Schlagers der Schwarzweiß-Ära greift – sein Erfolgskonzept ist und bleibt das, was seinen Ruf als König des deutschen Jazz-Schlagers begründet und gefestigt hat:

Jazzartige Musik mit deutschen Texten, gewürzt mit das Nackenhaar sträubenden und zwerchfellerschütternden Geschichten, getarnt und dargeboten mit einer in unserer gegenwärtigen Unterhaltungslandschaft kaum noch gekannten geschliffenen Eloquenz als Moderation, auf die Bühne gebracht mit Hilfe der exzellenten Götz Alsmann Band, die ihrem Kapellmeister seit Jahrzehnten mehr als kongenial zur Seite steht.

Die jährlich mehr als einhundert Shows der Götz Alsmann Band erfreuten schon bei ihren letzten Programmen wie „Filmreif“, „Tabu“, „Kuss“ oder „Mein Geheimnis“ etwa 200.000 Zuhörer pro Tournee.
Es sieht nicht danach aus, daß die „Engel oder Teufel“-Tour 2009/2010 ihren Vorgängerinnen darin in irgendeiner Hinsicht nachstehen wird.

Es erwarten Sie:

Götz Alsmann (Gesang, Klavier und mehr)
Altfrid Maria Sicking (Vibraphon/Xylophon/Trompete)
Michael Ottomar Müller (Bass)
Markus Paßlick (Percussion)
Rudi Marhold (Schlagzeug)

Basta 2009

BASTA, das sind Renè Overmann, Werner Adelmann, William Wahl, Andreas Hardegen, Thomas Aydintan.

Außer dem Bass als festes Fundament des Gesangsfünfers tauschen sich alle anderen aus. Der eine studierte Gesang, der andere machte Theater. Der nächste paukte Musik, ein weiterer ist studierter Pianist. Wie auch immer: Keiner, auch nicht der studierte Architekt in der Band, musste die Töne lange suchen, es klappte (fast) auf Anhieb. Die Straßen von Köln, Kneipen, Event-Veranstaltungen und so weiter, nichts blieb BASTA verborgen.

Und wenn man sich schon geistig darauf eingerichtet hat, perfekten Chorgesang zu hören, wird Musik zu Comedy, verschwimmen die Grenzen. That’s Entertainment!

Vergessen Sie witzige Moderationen und lustige Ausfallschritte der A-cappella-Spezies: BASTA mischt die Karten in diesem Spiel neu. Sie parodieren, persiflieren, schlüpfen in diverse Rollen, erfinden überraschende Gags. Und immer tobt das Publikum. BASTA ist ein Live-Act. Das ist in Berlin so, in München, in Hamburg und natürlich in Köln. Und das ist alles noch nix gegen BASTA auf Burg Wilhelmstein!

Darum leben wir

Schön. Schlau. Schwäbisch. Und gesegnet mit einer Wahnsinnsstimme. Erst neulich beim ansonsten musikalisch niederschmetternden Bundesvision Song Contest war die ehemalige Glashaus-Sängerin nach Peter Fox die heimliche, weil zweite Siegerin.

Denn die 29-jährige Cassandra Steen ist eine Perle im deutschen Pop-Biz. Das Singen liegt ihr im Blut, schon als Kind übte sie Songs von Withney Houston und Michael Jackson, dann von Mariah Carey, und mit 14 Jahren begann sie eine klassische Gesangsausbildung. Ohne allerdings die Suche nach ihrem eigenen Weg zu vernachlässigen, und der führte zunächst zu den HipHopern vom Stuttgarter Freundeskreis, mit denen sie die ersten Erfolge hat, wie etwa „Telefonterror“ und „Wenn der Vorhang fällt“. Später folgt Glashaus, ein Projekt mit Moses Pelham und dem richtig großen Hit „Wenn das Liebe ist“. Der Titel gibt in etwa das Programm vor, dem sie mit ihren Soloprojekten in der Zeit danach folgt: soulige deutschsprachige Songs, die sich um Leben und Lieben drehen, mal als getragene Balladen, mal auch Up Tempo, einige im Duett mit Kollegen aus dem oberen Drittel der Soul-, Pop-, und HipHop Charts wie Xavier Naidoo, Sabrina Setlur und Adel Tawil, aber auch „harten“ Typen wie Bushido oder Azad.

Mit ihrer aktuellen Scheibe „Darum leben wir“ geht sie auf der eher balladesk nachdenklich-melancholischen Seite dieses Weges weiter, aber diese großartige Sängerin hat genug Soul im kleinen Finger und im Repertoire, um es beim Konzert sicher auch mal richtig krachen zu lassen. Darauf freut sich unsere ganze Burg-Wilhelmstein-Gemeinde.

17 Hippies

Mit ihrem neuen Album EL DORADO melden sich die 17 Hippies bei uns zurück. Diese 13 unermüdlichen tollen MusikerInnen aus Berlin! Sie haben über die Jahre auch international für viel Aufsehen gesorgt, in Frankreich sind sie Stars, im Rest Westeuropas gern gesehene Gäste, sie waren mehrfach mit stetig wachsendem Erfolg auf Tour in USA und England, letztes Jahr kam noch China hinzu. Nicht ohne Neid fragt man sich: wo wollen die eigentlich noch überall hin? Na, auf die Burg Wilhelmstein!

Es gehört neben dem musikalischen Charisma eine große Unbeirrbarkeit, Leidenschaft und Liebe zu dem, was man tut, dazu, als so große Band einen solchen Weg zu gehen und sich partout nicht davon abbringen zu lassen, das zu suchen, was man für sich – musikalisch – eventuell schon als El Dorado gefunden hat. Wenn man sie erlebt, auf und auch hinter der Bühne, sieht man ihren glänzenden Augen an, dass sie es wirklich lieben, was sie da machen, ihre wundervolle beseelte Musik.

EL DORADO ist das dritte Studioalbum der 17 Hippies von insgesamt neun in Deutschland veröffentlichten CDs, und es ist auch der Titel des aktuellen Bühnenprogramms, das live hervorragend zeigt, wie eine Band reift, die über einen langen Zeitraum zusammen spielt. Nach 15 Jahren und unzähligen Konzerten in 20 Ländern hat die feste Besetzung von 13 Leuten auf der Bühne ihren Stil etabliert. Was an ihrem Mix aus Balkan, Rock, Pop, Cajun, Filmmusik und was sonst noch für Einflüssen in Komposition und raffinierten Arrangements besticht, ist nicht allein die Summe aller erklärbaren Komponenten. Es ist auch Energie und auf den Punkt gebrachtes Zusammenspiel. Und, ja, Magie! “Was wir machen ist letztlich … Tanzmusik!” Die scheint jedenfalls universell verstanden zu werden.

Real Emotional

Als Curtis Stigers 1991 sein titelloses Debütalbum bei Atlantic veröffentlichte, eroberte er die Popwelt im Handstreich: Das Album landete auf Platz 1 der Billboard-Charts, verkaufte sich über 1,5 Millionen Mal und brachte dem Debütanten mehrere Platin-Auszeichnungen in aller Welt ein. Mit „I Wonder Why“, „Never Saw A Miracle“, „Sleeping With The Lights On“ und „You’re All That Matters To Me“ enthielt es zudem gleich vier selbstverfaßte Hit-Singles. Einen weiteren Riesen-Erfolg verzeichnete Stigers im darauffolgenden Jahr, als er für den Soundtrack des Kinofilms „The Bodyguard“ (mit Whitney Houston und Kevin Costner in den Hauptrollen) eine wunderbare Interpretation von “ Peace, Love And Understanding“ aufnahm. Stigers machte damit Nick Lowe, von dem dieser Titel stammte, zum Millionär.

Er hatte alle Optionen auf diesem Weg, stattdessen nahm er sich Zeit vom und im Pop-Business, um sich schließlich wieder der Musik zuzuwenden, die er gemacht hatte, als er Anfang der 90er Jahre in New York entdeckt wurde: er kehrte zum Jazz zurück, aber ohne sein Talent als Songwriter wie auch als einzigartiger Interpret großartiger schon existierender Songs zu vernachlässigen. Am besten manifestiert sich dies auf seinem 2007er Album REAL EMOTIONAL. Neben drei selbst verfassten Balladen zum Dahinschmelzen, aber weitab von jeglichem Kitsch, bietet das Repertoire Songs von Bob Dylan, Emmylou Harris, Tom Waits, Mose Allison, Paul Simon, Randy Newman und Hoagy Carmichael.

„Das ist meine Nische, meine Spezialität“, meint Stigers. „Ich kenne und liebe eine Menge Songwriter und musikalische Genres, und ich weiß, wie man sie alle unter einen Hut bringt, ohne beliebig zu klingen“. Und so teilt er Bühne und Studio sowohl mit Popstars wie Elton John, Eric Clapton, Bonnie Raitt, Prince, Rod Stewart, der Allman Brothers Band, Joe Cocker und Al Green als auch mit Jazzern wie Nancy Wilson, Randy Brecker, Toots Thielmans, Gene Harris und Jack McDuff.

Erleben Sie einen traumhaften Abend mit einem der ganz großen Sänger und Saxophonisten zwischen Pop und Jazz und seiner Band mit Matthew Fries (piano), Cliff Schmitt (bass) und Keith Hall (drums).

Wall Of Sound

Sehr geehrtes Publikum,
VERPASSEN SIE BITTE NICHT DIESEN ATEMBERAUBENDEN ABEND!!

So haben wir im vergangenen Jahr für NATURALLY 7 geworben. Und alle, die da waren, wissen nun, dass wir nicht übertrieben haben, denn bereits nach dem 2. Song des Abends stand das Publikum zwecks Ovationen auf. Es ist schlicht die weltbeste Show mit der weltbesten Band auf dieser Baustelle.

Auf welcher Baustelle? A Capella?

Da stehen 7 farbige Jungs aus New York auf der Bühne, die mehr Alarm machen als der ganze Rest der HipHop-, Rap- und Breakdance-Branche, aber sie haben kein einziges Instrument. Ihre ganze Kunst, die Rythms & Beats, der Bass, die Keyboardflächen, die Drums, (verzerrte) Gitarren, die Beatbox und obendrauf R’n’B und Soulgesang von ergreifender Klasse, alles, was man hört – alles mit den Stimmen! OHNE TRICKS! Und: Bei aller Vokalakrobatik, bei aller schier unglaublichen Perfektion – was da entsteht, ist wunderschöne beseelte Musik, die niemanden unberührt lässt und die mit dem herkömmlichen A-Capella-Gesang etwa soviel zu tun hat, wie Stevie Wonder Schlager singt oder Eminem Büttenreden hält.

„Naturally7 – die Band ohne Band“ hat man sie genannt. Sie selber nennen das, was sie tun, Vocal Play. Und sie sind damit einzigartig auf der Welt. Hierzulande hatten sie bereits den Mega-Hit „Music Is The Key“ (mit Sarah Connor) plus dazugehörigem Auftritt in „Wetten, Dass?…“ Aber am besten sind sie immer noch live (ohne Sarah Connor) auf einer Bühne. Wer sie im vergangenen Jahr auf einem ihrer Konzerte bei der Welt-Tour mit Michael Bublé in der Color Line Arena oder einer der anderen grossen hiesigen Hallen gesehen hat, wird kaum geglaubt haben, dass sie bei uns spielen. Und in diesem Jahr kommen sie noch einmal wieder zu uns. Also, verehrtes Publikum……(siehe oben).

Max Mutzke – Black Forest Tour 2009

Obwohl auch er durch eine Fernsehcastingshow bekannt wurde, ist Max Mutzke irgendwie anders. In der Glitzerwelt der aktuell populären Musik sticht er durch seine unaufgeregte Einfachheit heraus. Während dort die Ausschnitte nicht offenherzig genug und die Frisuren nicht bombenfester gesprayt sein können, wirkt ein in Freizeitklamotten daher kommender Typ für die einen verstörend, für die anderen angenehm fremdartig. Was ihn jedoch wirklich über die ganzen Möchtegernstars erhebt, ist seine im besten Sinne des Wortes volle, warme und soulige Stimme und seine ausgeprägte Musikalität. Wo beim Superstar-Genudel allzu oft lediglich die Marketingaspekte der Musik und damit nicht selten von Talent befreite Hupfdohlen in den Vordergrund geschoben werden, steht mit ihm die Seele der Musik im Rampenlicht.

Max Mutzke hat den Soul! Und mit „Black Forest“ hat er ein Album veröffentlicht, dessen zeitgeistgemäße Neo-Retro-Sound Produktion dieses außergewöhnliche Talent wunderbar widerspiegelt. Es entstand in enger Zusammenarbeit mit Michael Kersting und Oliver Rüger, zwei 1a Songwritern, Produzenten und Musikern aus dem Sasha-Umfeld, und dessen neuester Veröffentlichung hört man die Verwandschaft mit Max Mutzkes neuer Scheibe an, wegen der zeitlichen Reihenfolge der Veröffentlichung kurioserweise nicht umgekehrt.

Dem Absolventen der Freiburger Jazz- und Rock-Schule, der nach dem Vorbild seines Vaters auch ein formidabler Schlagzeuger ist – was er auch bei unserem Konzert und in seiner ständigen Alternativ Band Project 5 unter Beweis stellt, ist mit „Black Forest“ ein großer Wurf gelungen, der auch international allen Maßstäben genügt. Das liegt nicht nur an den durchgängig englischsprachigen Texten, sondern daran, dass er, der selber aus dem Schwarzwald kommt, sich in dem, was er da macht, hörbar zuhause fühlt.

A Beginning. A Detour. An Open Ending

Mit 10 Jahren schreibt sie ihre ersten Songtexte, mit 15 Jahren hat sie ihre erste Band namens Fester Kester und mit 23 Jahren gründet sie ihre eigene Plattenfirma Finest Gramophone. Tina Dico aus Aarhus hat von Anfang an gewusst, was sie wollte. Hinter ihr liegen ein abgebrochenes Studium der Religionswissenschaften, einige Jahre an der Danish Royal Academy Of Music und einige gewonnene Musikwettbewerbe, als sie 2002 nach London geht. Dort arbeitet sie mit englischen Musikern und Produzenten zusammen, nimmt doch wieder alles in ihre eigenen Hände und macht stetig ihren Weg.

In ihrem Heimatland Dänemark gewinnt sie 2004 den Danish Music Award in der Sparte Songwriting und 2006 den gleichen Preis als Sängerin. Und im vergangenen Jahr erhält sie den mit 500.000 Kronen dotierten Kulturpreis des Kronprinzenpaares. Damit ist Tina Dico dort in der populären Musik das Maß aller Dinge, sie verdrängt U2 und Coldplay von den Spitzenpositionen der Charts und ist echt der heißeste Musik-Export, den Dänemark seit vielen Jahren aufweisen kann.

Und das alles gelingt mit einer scheinbar unspektakulär daherkommenden Mischung aus elektroakustisch instrumentierten, an Folk und Pop angelehnten Song-Geschichten, deren Zauber sich auf ihrem neuen Dreifach-Album „A Beginning. A Detour. An Open Ending“ voll entfaltet. Noch besser sind allerdings ihre Konzerte, von denen Kritiker in den allerhöchsten Tönen singen. Mit ihrer kleinen Band von großen Multi-Instrumentalisten wird sie dies mühelos auch bei uns unter Beweis stellen.

Soundtrack meiner Kindheit

Jan Josef Liefers – vielen als Gerichtsmediziner Prof. Boerne aus dem „Tatort“ bekannt, ist auch ein hervorragender Musiker und Sänger. Geboren und aufgewachsen in der DDR, spielt er an diesem besonderen Abend mit seiner Band OBLIVION die Musik, die ihn durch verschiedene Phasen seiner Kindheit und Jugend begleitet, beeindruckt und geprägt hat.

Frei von „Ostalgie“ erzählt er sein eigenes Stück deutsche (Musik-) Geschichte und berichtet zwischen den Songs Interessantes zu den entsprechenden Bands, deren Musik und Rezeption in den Umständen der Zeit, kombiniert mit einer effektvollen Visualisierung des Programms durch privates Super-8-Filmmaterial und O-Tönen aus den siebziger Jahren.

Jan Josef Liefers und seiner Band geht es nicht darum, die über die Grenzen der DDR hinaus bekannten Hits zu spielen, sondern eher weniger bekannte, von der DDR-Zensur ungeliebte und zum Teil verbotene Stücke neu zu interpretieren. So haben sie wunderschöne Balladen wie „Mein Herz soll ein Wasser sein“ (LIFT), aber auch sehr kraftvolle Rocksongs wie „Türen öffnen sich zur Stadt“ (Puhdys) oder „Am Abend mancher Tage“ (Renft-Combo) ausgewählt und druckvoll und originell bearbeitet.

Zur besonderen Musik gehören auch die besonderen Texte. Die Künstler der DDR wurden – abhängig von ihrer Popularität – von Partei und Regierung durchaus ernst genommen. Ihre Kreativität wurde argwöhnisch beobachtet und oft genug zensiert oder verboten. Daraus entwickelte sich eine Art Code-Sprache, die in der bildenden Kunst wie in der Musik und der Lyrik „gesprochen“ wurde, und die vielleicht auch deshalb heute als poetisch empfunden wird. Man übte sich im Umschreiben, im Erfinden sprachlicher Bilder, denn die Unmöglichkeit, Dinge klar beim Namen zu nennen, machte eben erfinderisch.

Eine hörens- und erlebenswerte „Geschichtsstunde“ über das „unbekannte“ ehemalige Nachbarland, die fesselt und Spass macht.