Tommy Emmanuel & Endless Road String Quartett

Dass der Titel der Veranstaltung an einen Song von Tina Turner gemahnt, macht durchaus Sinn. Schliesslich war Tommy Emmanuel auf der „Break Every Rule-Tour“ mit seiner Band Dragon für Frau Turners guten Ton verantwortlich. Aber eigentlich hat er seine ganz eigene unglaubliche Karriere hingelegt.

Heute ist er einer der besten, wenn nicht DER beste (Akustik)-Gitarrist der Welt, mehrfach Grammy-nominiert und 1999 von der Gitarren-Legende Chet Atkins mit dem „certified guitar player“ Preis ausgezeichnet, was bisher nur 3 (drei!) Künstlern in unserer Welt (Jerry Reed, Steve Warner and John Knowles) zuteil wurde. Und ein glänzender Entertainer ist er auch. Sein Beitrag zur Abschlußgala der Olympischen Spiele im Stadion von Sydney vor 2,5 Milliarden Fernsehzuschauern war einer der großen Höhepunkte seiner bereits beinahe 40jährigen Künstlerlaufbahn. Dabei wurde er viermal vorher schon zum besten Gitarristen Australiens gewählt, wo er auch sonst Stadien füllt – allein, mit seiner Gitarre. Er tourte und arbeitete bisher u.a. mit Mega-Stars aus der Liga Sir George Martin, Stevie Wonder, Eric Clapton, Michael Bolton, Olivia Newton-John und natürlich Tina Turner, um nur einige zu nennen.

Seine Fans scheuen keine weiten Reisen, um ihn auf der Bühne mit seiner machmal auch perkussiven Gitarren-Kunst zu erleben. Und so sind seine Konzerte oft auch an Pilgerfahrten erinnernde Ereignisse, bei denen man schier übermenschliche Fingerfertigkeit und Grenzen sprengende Musikalität erlebt, die einen auch schon mal in’s australische Outback, in die Welt der Aborigines, entführen, ohne dass man dann noch von da zurück möchte – umwerfend und spirituell! Wer’s nicht glauben mag, schaut sich am besten zur Einführung mal eines seiner vielen Videos auf youtube.com an. Aber versprochen: die sind nix gegen ein Live-Konzert mit ihm.

Mit dabei ist bei uns das Endless Road String Quartett aus Nashville/USA, quasi als die Sahne zu einer weltweit einzigartigen musikalischen Delikatesse!

Pohlmann & Band – Fliegende Fische

Klammheimlich tauchte vor einiger Zeit auf dem zeitgemäßen Radiosender mit dem zeitgemäßen Musikprogramm für zeitgemäße Menschen im Sektor ein Künstler mit einem Song auf, der auch zu allen anderen durchdrang. „Wenn jetzt Sommer wär“ klang handgemacht, warm und zeitlos, und binnen Kurzem hatte sein Schöpfer Ingo Pohlmann damit und mit den anderen Stücken seines
Erstlings „Zwischen Heimweh und Fernsucht“ die Herzen nicht nur im Sektor erobert, denn davon wurden über 30.000 Einheiten sowie über 30.000 weitere Downloads verkauft, ohne dass das Album jemals die Charts gesehen hatte.

Inzwischen hat Pohlmann nachgelegt, hat beim letztjährigen „Bundesvision Song Contest“ mit seinem Song „Mädchen und Rabauken“ als bester Newcomer einen hervorragenden fünften Platz belegt, sein zweites Album „Fliegende Fische“ veröffentlicht und mit „Wenn es scheint, dass nichts gelingt“ einen weiteren Single-Hit gelandet.

Pohlmann vereint! Weil er mit seiner Musik und den Geschichten, die er in seinen Songs erzählt, Menschen gekonnt, aber völlig unverquast aus der Seele spricht. Weil er Worte für Gefühle findet, die von vielen nur schwer in Worte zu fassen sind. Pohlmann bewegt sich textlich zwischen Gegensätzen, zwischen Hoch und Tief, zwischen Innen und Außen, die auch seine persönlichen Gegensätzlichkeiten sind. Musikalisch ist er der rockigen Singer/Songwriter Tradition verpflichtet, wobei alles handgemacht, akustisch, nach echten Instrumenten klingt. Kein Wunder, ist alles handgemacht, akustisch, mit echten Instrumenten gespielt. Pohlmann singt und spielt von sich selbst und von uns. Und das macht er richtig gut. Und weil sich viele von uns in ihm wieder erkennen, zieht er viele von uns an – so einfach ist das, weil es so gut ist.

Tinseltown Rebellion Band plays Frank Zappa

Zappa lebt!

Der zu seinen Lebzeiten auch als exzentrischer Bürgerschreck empfundene Provokateur Frank Zappa war vor allem: ein genialer Komponist, Musiker und Bandleader seiner Mothers Of Invention. Die gibt’s natürlich nicht mehr. Dafür gibt’s aber die Tinseltown Rebellion Band, die – folgt man wahren Kennern der Materie – europaweit amtliche Nachfolgeinstitution.

Die bietet eine perfekte Live-Performance ausgefeilter Arrangements zwischen Country und Pop, von Klassik bis Heavy-Rock OHNE akademisches Musikgetue, wobei jeder Lebensabschnitt, jede Schaffensperiode des Meisters…sagen wir mal…gewürdigt wird, und dabei ist der legendäre Stoff kein Hindernis auf dem Sprung in die Gegenwart. Was durchaus auch Tanzen und Mitsingen seitens des Publikums bedeuteten kann. Denn zelebriert werden kompetentestens die Titel, denen stets eine breite Zuhörerschaft huldigte.

So entkommt die Tinseltown Rebellion Band zwar nicht Frank Zappas persönlichem Ableben, aber dem Tod der Zappa-Idee schlägt das virtuose zwölfköpfige Ensemble für eine opulente Konzertlänge ein augenzwinkerndes und musikalisch exquisites Schnippchen.

Weitere Informationen zu dieser Veranstaltung gibt es auch unter
http://www.myspace.com/tinseltownrebellionband

Basta – Wir sind wie wir sind

William Wahl, Andreas Hardegen, Thomas Aydintan, René Overmann und Werner Adelmann sind BASTA. BASTA haben hart an sich gearbeitet, sich gequält und sich geschunden, um ihr Credo, maximale Musik mit minimalen Mitteln zu machen, in neue, ungeahnte Höhen zu treiben. Es gibt noch mehr Wortwitz, mehr Gefühl, mehr subversives Können, mehr Bosheit, mehr Bildung und – seit der Mehrwertsteuererhöhung vom letzten Jahr – mehr Mehrwert!.

Das BASTA-Erfolgsrezept liegt neben der schlagenden Live-Präsenz in der starken und spielerischen Verbindung von Musik, Wort und Komik. William Wahl komponiert und schreibt die meisten Lieder. Sein Talent, den Texten ihre einzigartige Doppelbödigkeit und punktgenaue Ironie zu verleihen, erinnert an die schnoddrige Wortkunst eines Friedrich Hollaender oder Joachim Ringelnatz, die ebenfalls in ihrer Zeit große komische Lieder schrieben. Dieses Sprachgespür und die Liebe zur Selbstironie verbindet Wahl mit eingängigen Pop-Melodien oder Parodien auf Rammstein oder Gangsta Rap.

Musikalisch bedient sich das – so sieht es sich selbst – nebenbei auch noch zum Anbeißen schöne Quintett der verschiedensten Formen von Pop, Reggae, Jazz, Chanson, Rock, Gangsta Rap, HipHop, Schlager, Comedy, Latino-Schmonzette, Kabarett, Cabaret, bis hin zu Klassik und Clownerie, Hillbilly, Disco und – haben wir was vergessen? – ach ja, A Cappella. Denn BASTA machen Musik ohne Instrumente, nicht weil sie es nicht können, sondern weil sie es wollen.

Damit setzt BASTA ein Zeichen: Wie sagte schon der berühmte Architekt Mies van der Rohe: „Weniger ist Mehr!“ Wenn man es kann. BASTA kann es. Allerdings sind die Fünf keine in Motten-Fracks gepresste A Cappella-Band, die angestaubte Retro-Lieder singt. Das klassische A Cappella haben BASTA überwunden und modernisiert. BASTA ist frisch, anders, das kann man hören, sehen und fühlen. BASTA ist das Beste, was Deutschland in diesen komischen Zeiten passieren konnte. BASTA ist die Rettung. BASTA ist auf einer Mission, denn es geht um vieles – um die Liebe,um den Fußball, und auch schon mal um das Laminat. BASTA.

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http://www.basta-online.de

Götz Alsmann & Band – Mein Geheimnis

„Wo Götz Alsmann pustet, kommt etwas Schönes zum Vorschein: Seit Jahren «bläst» der Musiker den Staub von längst vergessenen oder niemals bekannt gewesenen deutschen Jazz-Schlagern und macht aus Songs der 50er und 60er Jahre etwas unerhört Frisches. …Als Musiker und Entertainer ist der kleine Brillenträger mit der großen Tolle ein wahrer Fels in der Brandung deutschen Liedguts. Für einen «Geheimnisträger» ist er indes sehr mitteilsam. «Mein Geheimnis» hat er sein siebtes Album getauft, mit dem er es als erster deutscher Solokünstler aufs legendäre New Yorker Jazzlabel «Blue Note» geschafft hat.

«Ich rede gerne, ich rede sogar sehr gerne. Ich rede eigentlich immer. Vertrauen sie mir bloß nichts an, ich erzähl´s gleich weiter.» Und so präsentiert er sämtliche Lieder seines «Geheimnis»-Albums. Virtuos angeheizt von seiner musikalisch orientierten Herrenreisegruppe: Markus Paßlick (Percussion), Michael Müller (Bass), Rudi Marhold (Schlagzeug) und Altfrid Sicking (Vibraphon).

Bei Alsmann mischen sich die Rhythmen munter miteinander. Die Mambo kuschelt sich eng an den Swing, der Jazz schmust heftig mit dem Walzer. Und das Publikum genießt. Alsmann ist seit Jahren verlässlich der Höhepunkt des Kulturprogramms auf der Freilichtbühne. Als Freund. «Oh, du mein Würselen», begrüßt er die Gäste. So klingt Vertrautheit: Viele der Zuhörer erleben Alsmann hier nicht zum ersten Mal live.

Klanglich ist der Auftritt lupenrein. Kristallklar perlen die Lieder aus den Boxen, selbst die zarteste Schwingung des Vibraphons geht im Miteinander der Instrumente nicht verloren. Wobei die Musik bei Alsmann nur die halbe Miete ist. Der besondere Charme seiner Auftritte liegt in den teils waghalsigen Anmoderationen von beachtlicher Länge. Von seiner «Zeit als Ziehsohn eines beinlosen Einradfahrers mit bernsteinfarbenen Zahnstümpfen» schwadroniert Alsmann ebenso wie von Damen mit Weltklasse-Dekolletées.

Stark ist er auch mit einem anderen Instrument. Der winzigen Ukulele, die ihn verlässlich auf jeder Tournee begleitet. Nur mit ihr kommt er zum Beginn der zweiten Programmhälfte auf die Bühne und spielt ganz vorn am Rand drollige Lieder von Menschen und Hunden, die auch etwas Rührendes haben. Das macht Alsmann so rasch niemand nach, ein Spagat zwischen Albernheit und Virtuosität.

Gut zweieinhalb Stunden verzaubert er seine Zuhörer. Dann packt er noch Bewährtes alter Alben à la «Ein kleiner Bär mit großen Ohren» obendrauf. Und wird mit Standing Ovations belohnt. Verdientermaßen.“
(Stefan Schaum/AZ-AN Kultur)

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http://www.goetz-alsmann.de

Joan Armatrading – „Into The Blues“

Der Name ist seit 35 Jahren ein Markenzeichen, ein Qualitäts-Gütesiegel im Konzertgeschehen. Die in St. Kitts, Westindien, geborene und später in England aufgewachsene Joan Armatrading vereint in ihren Songs und ihrer Performance eine Reihe unterschiedlichster Einflüsse und Ausprägungen, die sie zu einem herausragenden Gesamtkunstwerk geformt hat.

Textlich der Singer/Songwriter-Tradition verpflichtet, hatte sie musikalisch von Anfang an mehr zu bieten als viele Andere. Die farbige Autodidaktin, die ihre Karriere in einem von weißen Musikern dominierten Umfeld begann, und die damit manch nachfolgender Kollegin die Türe freikämpfte, hat z.B. die Gitarre nie als eine reine Begleitung von Gesang begriffen und ist so zu einer – wie Fachkollegen respektvoll einräumen – „schweineguten“ Gitarristin mit eigenem Stil geworden. Was sie „mit ihrer Gitarre anstellt, das hat man in solcher Konzentration von Musikalität, Emotionalität und Originalität seit den Konzerten von Janis Joplin kaum mehr erlebt.“ („FAZ“) Ihre Arrangements bedienen sich unbeschwert fast aller musikalischen Richtungen von Blues bis Jazz mit karibischen Wurzeln und sind immer getragen von einem mitreißenden Rhythmus. Und ihre Stimme: Die erkennt man sofort, selbst wenn man den Song vielleicht noch nie gehört hat.

Nach einer kurzen Massenpublikums-Periode Anfang der 80er Jahre blieben ihre Songs auf die Dauer doch zu persönlich für den ganz großen kommerziellen Erfolg. Und musikalisch war sie stets zu weit weg vom Mainstream. Doch das spricht eher für ihre Klasse. Wie ihr Ansehen in der Fachwelt, von Mark Knopfler bis zum Kronos Quartett. Wie die Besetzungsliste bei ihrem Benefiz-Album für Kinder in Not „Lullabies With A Difference“, die u.a. Tina Turner, Melissa Etheridge und Midge Ure versammelte. Und so überrascht es nicht, dass die diesjährigen drei (!!!) Grammy-Nominierungen für ihr letztes Album nicht die ersten in ihrer Karriere waren, neben vielen weiteren Ehrungen und Auszeichnungen.

Freuen Sie sich mit uns auf das Konzert mit dieser ganz besonderen Künstlerin.

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http://www.joanarmatrading.com

Quadro Nuevo tango bitter sweet

Tango, Valse Musette, Flamenco, liebevoll entstaubte Filmmusik und ein fast schon verklungenes Italien, das ist die musikalische Landschaft, in der Quadro Nuevo unterwegs sind.

In der Musik ihrer letzten CD »Mocca Flor« fließen Abend- und Morgenland zusammen: Spanische Gitarre, Balkan-Swing und arabeske Melodien verschmelzen mit Akkordeon-Rhythmen zum Tango Oriental. Klezmer-Magie und ein verwegen melancholisch geblasenes Saxophon würzen alteuropäische Kaffeehaus-Musik. Märchenhafte Tonfabeln, deren Abenteuer irgendwo zwischen Paris und Istanbul, Palermo und Kairo, Berlin und Piräus beginnen. Ihre Paten sind vor allem Django Reinhardt und Astor Piazzolla, aber auch Kinofilme: Ihr vorletztes Album „Ciné Passion“ senkt sein Echolot in 75 Jahre Filmmusik-Geschichte, pendelt von „Gold Rush“ über „La Strada“ bis zu „Sixth Sense“ und zieht altbekannte Melodien und Motive zu eigenständigen, neuen, heiter-melancholischen Quadro Nuevo-Geschöpfen heran.

Die Auftrittsorte der vier Musiker – Mulo Francel (Saxophone, Klarinetten), Robert Wolf (Gitarre), Andreas Hinterseher (Akkordeon, Bandoneon, Vibrandoneon) und D.D. Lowka (Kontrabass, Percussion) – sind so verschieden wie die Wurzeln ihrer Musik: Die nostalgisch-akustische Besetzung ist nicht nur in europäischen Konzertsälen und auf Festivals zu Gast. Sie haben inzwischen sogar die berühmte und ehrwürdige Carnegie-Hall in New York gespielt, welch eine Auszeichnung! Dennoch reisen die spielsüchtigen Virtuosen gern auch als Straßenmusikanten durch den mediterranen Süden und fordern dann schon mal als nächtliche Tango-Kapelle zum Tanz. Dort geht das nämlich.
Aber bei uns auch.

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http://www.quadronuevo.de

HAZMAT modine – Bahamut

„Endlich gibt es wieder einen New Yorker Sound, in dem Tradition und Avantgarde, Spirit und Design, Amerika und der Rest der Welt zu einer organischen Knautschzone zusammenfließen. Ein Geschwader, das sich weit über alle Grenzen des bisher Gehörten hinaus wagt, um unerhört zu klingen.“ (WOM – Magazin).

New York war stets der Schmelztiegel verschiedener Musikkulturen, und eine solche Melange verkörpert eine der heute angesagtesten Bands des Big Apple. Mit zwei atemberaubenden Mundharmonikas, Trompete, Klarinette, Gitarren, Banjo, Drums und einer irrwitzigen Tuba, die mehr als den Bass-Part ausfüllt, lieben HAZMAT modine Blues und Klezmer, den frühen, swingenden Jazz, natürlich Calypso, Bluegrass, keltischen Folk, Balkanklänge, mongolische Obertongesänge – nicht zu vergessen den Funky Soul aus Memphis. Daraus entwickeln sie ein akustisches Gesamtkunstwerk, das – wie der legendäre Fisch Bahamut die Welt auf seinem Rücken trägt – einen Großteil der Musiken der Welt stimmig zusammenfasst.

Chef der achtköpfigen Band ist Wade Schumann. 1962 geboren, aufgewachsen in Ann Arbor, kann er auf eine beachtliche Karriere als Maler und Kunstdozent zurückblicken. Er ist der unverwechselbar klingende Sänger und Kopf und spielt eine der beiden schärfsten Mundharmonikas, die man heute auf der Kugel hören kann und die eines der Markenzeichen dieser sensationellen Formation sind. Zusammen mit dem Rest der hochkarätig besetzten Truppe, der Creme New Yorker Session- und Studio-Musiker, z.T. aus dem Nora Jones-Umfeld, wie Randy Weinstein, Joseph Daley, Rich Huntley, Pete Smith, Pam Fleming, Steve Elson und Michael Gomez, kreiert er ein Klangbild, das seinesgleichen sucht. Ein kraftvolles, energetisches, überaus abwechslungsreiches, sehr, sehr tanzbares und dabei tief berührendes musikalisches Feuerwerk.

Nominiert für den BBC-World-Music Award! (Siehe: HIER)

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http://www.hazmatmodine.com

Manu Katché – Playground

Es ist nach wie vor eine Seltenheit, daß ein Instrumentalist – zumal im Jazz – kommerziell erfolgreich ist und zugleich auch künstlerisch höchsten Ansprüchen genügt. Ausgerechnet einem Schlagzeuger ist aber genau dies mit seinem ECM-Debütalbum „Neighbourhood“ gelungen. Völlig zu Recht erhielt er folglich im vergangenen Jahr dafür sowohl einen Jazz Award (für über 10.000 verkaufte Einheiten) als auch den Jahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik.

Manuel „Manu“ Katché, Sohn französisch-afrikanischer Eltern, gehört seit 20 Jahren zu den bedeutendsten, renommiertesten und erfolgreichsten Drummern dieser Welt. Und das gilt ohne jede stilistische Einschränkung.

Ohne seine ungeheuer einfühlsamen, aber dennoch stets groovenden Schlagzeugkünste wäre die Musikwelt deutlich ärmer. Katché trat schon Ende der 70er Jahre mit Größen wie der damals in Paris lebenden brasilianischen Pianistin und Sängerin Tânia Maria oder dem Jazzpianisten Bobby Few auf, ins Scheinwerferlicht der Weltöffentlichkeit geriet er aber eigentlich erst ab 1986, nachdem er an der Einspielung von Peter Gabriels Pop-Klassiker „So“ mitgewirkt hatte. Seitdem hat Katché mit zahllosen Größen der internationalen Musikwelt zusammengespielt: Sting, Joni Mitchell, Dire Straits, Simple Minds, Tears For Fears, Joe Satriani, Tracy Chapman, Joan Armatrading, Al DiMeola, Jeff Beck, Tori Amos, Youssou N’Dour, Manu Dibango, Gloria Estefan, Noa, Kassav, Stephan Eicher, Nigel Kennedy und und und… Schon dieser gekürzte Auszug aus der Liste der Künstler, die Katché in beinahe zwanzig Jahren „begleitete“, wobei er stets nicht etwa Sideman sondern auch musikalischer Ideengeber und Partner war, zeigt zum einen seine geradezu universelle Vielfältigkeit als Drummer, zum anderen aber auch, daß er bei der Auswahl der Musiker, mit denen er zusammenarbeitet, einen ausgesprochen hohen Qualitätsstandard beansprucht.

Bei uns stellt Manu Katché im polnisch/französisch/norwegisch besetzten Quintett den Nachfolger seines prämierten Albums vor. Der heißt PLAYGROUND und ist formal, inhaltlich (und auch kommerziell, wie die Verkäufe zeigen) die überaus gelungene Fortsetzung des Vorgängers, lyrisch, luftig und warm, inspiriert, mit erdigen Grooves, geschmeidigem Sound, in einem Ensemble, das absolut harmonisch ineinander fließt.

TIPP: Manu Katché LIVE im TV jeden letzten Samstag im Monat um 22:45 Uhr auf ARTE mit der Musik-Show „One Shot Not“!!!

Präsentiert von

Weitere Informationen zu dieser Veranstaltung gibt es auch unter
http://www.manu-katche.com

Urban Priol – Tür zu!

Auf geht’s – jetzt wird angespuckt und in die Hände gepackt! Seit die Große Koalition mit Siebenmeilenstiefeln ihre kleinen Schritte durch unser Land pflügt, schwappt ein Tsunami der Zuversicht durch die Republik.

„Mehr Freiheit! Mehr Freiheit!“ tschilpt unsere Volkskanzlerin und blickt uns dabei so drohend an, als wolle sie dem Volk im nächsten Augenblick die Bauklötzchen wegnehmen, sollten wir so frei sein, nicht alle neue Freiheiten, die uns die Große Koalition verspricht, im Freudentaumel anzunehmen: Frei zu sein von staatlicher Fürsorge, Nestwärme und dem Recht auf günstigen Zahnersatz. Der Staat sourced sich aus und wird zum eigenen Outlet.

„Sie fliegen noch heute Nacht!“ Was einst „M“ zu Commander James Bond sagte, befiehlt heute die Deutsche Wirtschaft ihren globalisierungsgeschädigten Mitarbeitern und entlässt sie in die neue Freiheit – der Traum der alten Griechen wird verwirklicht: Ein Leben ohne Arbeit! Verzweifelt müht sich unsere schlagkräftige Opposition die Welt zu retten, aber wie, wo es bei ‚Tchibo’ doch jede Woche eine neue davon gibt?! Der Staat muss führen, niemand kann lenken, aber Steuern wollen sie alle.

Angela, unsere Platitüdenmamsell, mutiert mehr und mehr zu Schwester Ratched aus „Einer flog über das Kuckucksnest“. Aber wo ist McMurphy? Wer hilft der Gruppe?! Da muss Urban Priol ran. Tagesaktuell wühlt sich der Lästerfranke durch Absurdes, Wahnsinniges und Unglaubliches abseits der Sprechblasenkultur von Christiane Zumbimsen und Johannes B. Beckmann.

Urban Priol, ein Mittvierziger im täglichen Dialog mit dem Widerspruch in sich selbst, den früh am Morgen schon die Hauptsorge quält: „Oh Gott, die Putzfrau kommt gleich!“ Der Sinn des Lebens – findet man ihn wirklich nur in der kurzen Zeitspanne zwischen der einen Sondersteueraußenprüfung und der nächsten?

„Leiden halbieren, Lachen verdoppeln!“
Unter diesem Motto nimmt Urban Priol sein Publikum wieder mit auf einen rasanten Sturzflug durch den Lifestyle- und Lovestyle-Looping des täglichen Irrsinns. Anschnallen, auf geht’s – Tür zu!

In Zusammenarbeit mit Meyer-Konzerte

Weitere Informationen zu dieser Veranstaltung gibt es auch unter
http://www.priol.de