Konzert-Tipp: Get Well Soon den 7. Im Nieuwe Nor Heerlen/NL (bei Aachen)

Konzert-Tipp: Get Well Soon den 7. Im Nieuwe Nor Heerlen/NL (bei Aachen)

Musik wie Filme. Kein Wunder, dass es Songs aus den ersten beiden Alben von Get Well Soon auch sofort in Filme geschafft haben (z.B. in Palermo Shooting von Wim Wenders oder auch in Detlef Bucks Same Same But Different).

Mastermind Konstantin Groppers Projekt ist aber auch als Live-Band ein außergewöhnliches Erlebnis, wie unser Publikum im vergangenen Jahr auf Burg Wilhelmstein feststellen konnte. Zu vielschichtig und durchkomponiert ist die Musik, um als Pop durchzugehen, dabei viel zu poppig, um den Musikphilosophen überlassen zu werden.

Get Well Soon sind in der gegenwärtigen Musiklandschaft etwas ganz Besonderes, Herausragendes. Als Referenzgröße wird schon mal Arcade Fire genannt, aber das wird beiden nicht gerecht. Und Get Well Soon sind so gut, dass sie sich als Vorband mit Musee Mecanique aus Portland/Oregon einen Act gleicher Klasse, wenn auch anderer Ausprägung leisten können.

Wir empfehlen: Unbedingt hingehen!

Am Sonntag, dem 7. März in’s den schönen Live Club Nieuwe Nor in Heerlen/NL bei Aachen.

Info unter: http://bit.ly/9xhydI

Viel Spass wünscht das Team der Burg Wilhelmstein

Rest Now, Weary Head! You Will Get Well Soon

„Rest Now, Wearly Head! You Will Get Well Soon”, das 3 Jahre lang vorbereitete und im Januar 2008 erschienene Album von Konstantin Gropper, einem diplomierten Absolventen der Mannheimer Pop-Akademie, ist ein kleines Wunder, das aus allen Nähten platzen möchte vor lauter Referenzen. Songwriting, ambitioniert und frisch – Opulenz und Eleganz in kongenialer Zweisamkeit. Nach Auftritten in Glastonbury und beim Electric-Picnic-Festival in Irland sorgen Get Well Soon, die Band um Groppers Projekt, international und mit Verspätung auch hierzulande für Furore.

Gropper hat mit seinem Debüt dramatische Breitbildepen geschaffen, die sich dank ihrer Schönheit zu Durchhaltehymnen wandeln. Songs wie “I sold my Hands …” erinnern an Sigur Rós und Nightwish, und Gropper selbst singt mit einer Stimme, die je nach Tonlage an Thom Yorke oder Nick Cave erinnert. Er erfindet eine grandiose Coverversion von Underworlds “Born slippy” und mit “Witches! Witches! Rest now in the Fire” eine irrwitzige Michael-Holm-Variation. Er mag Stanley Kubricks Werke, und so vielfältig und schwelgerisch wie dessen Filmkunst ist auch die Musik von Get Well Soon.

Konstantin Gropper ist klassisch ausgebildeter Multiinstrumentalist und romantischer Melancholiker. Barockes Weltuntergangsdrama, fantastisches Abenteuer, Italo-Western und Herzschmerz-Tragödie – Get Well Soon liefern den Score für weltabgewandte Tage vorm emotionalen Heimkino mit einem der schönsten Alben des Jahres 2008. Bezaubernd, intelligent und elegant krachend. Auf der Bühne wächst das Projekt zur vielköpfigen Band mit Akkordeon, Geige, Trompete und mehr – und dann taugen nur noch Arcade Fire und Bright Eyes als Orientungsgrößen. Schreibt die TAZ. Und da hat sie Recht.

Der Abend wird eröffnet von den „Local Heroes“ The Jim-Jams. Eine Frau, drei Männer, Akustikgitarre: Punk-Appeal und Ohrenkino mit Ramona Lenz, Marko Tomovic, Dirk Urbanke und Hotty Melz.