Kino

Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand Komödie, Abenteuer, Drama; Schweden 2013


Burg Wilhelmstein
Online-VVK: (inkl. aller Steuern, Ticket- und Bearbeitungsgebühren) 10:00 € vorbei

Regie: Felix Herngren, 114 Min., FSK 12

Nach einem langen und ereignisreichen Leben landet Allan Karlsson (Robert Gustafsson) im Altenheim – er glaubt, dass seine Tage gezählt sind und langweilt sich zu Tode. An seinem 100. Geburtstag beschließt der Senior, der sich immer noch bester Gesundheit erfreut, der Ödnis des Heims zu entfliehen und klettert kurzerhand aus dem Fenster. Es folgt eine Reihe unerwarteter Ereignisse, die ihn auf eine lange Reise führen. Auf dieser trifft er eine Gruppe Schwerkrimineller, findet einen Koffer voll Geld, begegnet einem Elefanten, macht Bekanntschaft mit einem inkompetenten Polizisten und findet neue Freunde. Für Allan ist all dies jedoch nichts wirklich Außergewöhnliches, denn es stellt sich heraus, dass er an einem Großteil der bedeutendsten Ereignisse des 20. Jahrhunderts beteiligt war – mal mehr und mal weniger direkt…

Felix Herngrens Road-Movie-Komödie „Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand“ trägt wohl den sperrigsten deutschen Verleihtitel seit dem Auftritt von Hugh Grant als „Der Engländer, der auf einen Hügel stieg und von einem Berg herunterkam“ im Jahr 1995, aber wer glaubt, mit der langen und umständlichen Benennung würde auch diesmal gleich die Pointe des Films verraten, der irrt sich. Ganz im Sinne der gleichnamigen Romanvorlage von Jonas Jonasson, die in 38 Sprachen übersetzt wurde und sich allein in Deutschland mehr als zwei Millionen Mal verkaufte, bringt der Titel nämlich auch bei Herngrens aberwitziger Verfilmung nur ironisch die Prämisse der Handlung auf den Punkt. Mit ihr beginnt im Buch wie im Film eine phantasievolle Odyssee des dezenten Wahnsinns, bei der ein Altenheimbewohner wie ein „schwedischer Forrest Gump“ amüsant durch die Weltgeschichte irrlichtert.

 

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