Burg Wilhelmstein: Vorerst kein grünes Licht für neues Zeltdach

Von Ernst Hubert Gier, Aachener Zeitung/Aachener Nachrichten | 14.01.2011, 14:53

Würselen. Trotz aller Schadensbegrenzung und -bekämpfung, um die sich die Würselener Verwaltung derzeit bemüht: Ob das unter der Last des Schnees eingestürzte Zeltdach der Freilichtbühne Burg Wilhelmstein tatsächlich wieder aufgebaut werden wird, steht nach der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses in den Sternen.
Denn der Ausschuss folgte nicht der Empfehlung von Stadtkämmerer Ludwig Bremen, per Eilentscheidung dafür 210.000 Euro in den Haushalt einzustellen.
Auch nicht, nachdem Technischer Beigeordneter Till von Hoegen die Kosten («Sie dürften unter 180.000 Euro liegen») noch einmal relativiert hatte. Dass die Zeit dränge – auch davon ließ sich der Ausschuss nicht in Richtung eines Beschlusses bewegen. Die Entscheidung über Sein oder Nichtsein des Zeltdaches soll nun in einer Sondersitzung des Rates am Montag, 31. Januar, getroffen werden.

Viele ungeklärte Fragen
Wie CDU-Fraktionsvorsitzender Karl-Jürgen Schmitz darstellte, gebe es noch zu viele ungeklärte Fragen. Unter anderem müsse eine Antwort darauf gegeben werden, wie in Zukunft verfahren werden solle und welche Kosten anfallen werden. Dafür, Alternativen ohne jeglichen Zeitdruck unter die Lupe zu nehmen, sprach sich UWG-Sprecher Theo Scherberich aus. Um Bedenkzeit bat auch FDP-Sprecher Hans Carduck: «Das Zeltdach liegt zwar am Boden, aber nicht die Kultur!» Auf der Burg Wilhelmstein sei in der Vergangenheit auch ohne Zeltdach erfolgreiche kulturelle Arbeit geleistet worden.

Eile ist geboten
Dass sich die Fraktionen nicht zu viel Bedenkzeit nehmen sollten, mahnte der Technische Beigeordnete an. «Für den Aufbau des Zeltdaches benötigt die Firma zwölf bis 18 Wochen.» Und am 27. Mai beginnt bereits die Veranstaltungssaison auf der Bühne.
Alles daran zu setzen, dass die Burg Wilhelmstein wieder so genutzt werden könne wie bisher, gab SPD-Sprecher Stefan Mix für das weitere Vorgehen der Verwaltung vor. Dass auch die Folgekosten geklärt sein müssten, darin stimmte er mit seinem Gegenüber, Karl-Jürgen Schmitz, überein.

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