Sambodromo – Cross All Over

Wir sind Deutschland, oder so. Denn hervorgegangen ist diese Band ursprünglich aus einem Hamburger Schul-Projekt. Das ist 15 Jahre her, und wenn man heute Sambodromo hört und sieht, glaubt man’s nicht. So mit allen internationalen Wassern gewaschen klingt diese temperamentvolle 11-köpfige Truppe. Eine bühnen-orientierte Formation, die afro-brasilianische und orientalische Rhythmen mischt und mit Latin, HipHop, Rock, Reggae, Ska und Elektronik kreuzt. Songs für alle, lautet die Devise. Stimmen, Gitarren, Bass, konventionelles Drumset, Flutes, Saxes und Keyboards werden benutzt und bilden die Basis für eine perkussive Show der Sonderklasse, live gespielt von inspirierten und involvierten Trommlern auf einer Fülle traditioneller Perkussions-Instrumente . Das hört sich im einen Moment an, als kommt es direkt aus dem Karneval in Rio, im nächsten Moment steht man auf dem Markt in Dakar/Senegal.

Wuchtig und filigran, rhythmisierend und melodisch, spektakulär und verspielt, unglaublich vielfältig, aber nicht eklektisch. Die perfekte Eröffnung!

Helge Schneider – AKOPALÜZE NAU!!! (Zusatzkonzert!)

Seit über dreißig Jahren kombiniert Helge Schneider zum Schrecken der Einen und Ergötzen der Anderen virtuoses Können mit grenzenlosem Nonsens: So ist er vom subkulturellen Geheimtipp zum „Wetten dass…?“- kompatiblen Mainstream-Farbtupfer und geachteten Experimental-Germanisten gereift.

Schlagerparodist, Kabarettist, Autorenfilmer, Jazzer, Kriminalbuchautor, Klamauk-Komödiant, Musikclown, Schauspieler, letzter DaDaist? – es ist nicht einfach, Helge Schneider in ein Klischeekorsett zu zwängen. Aber warum sollte man das denn auch? Denn inzwischen kann sich der Meister bei seinen Ausflügen in die unterschiedlichsten Genres stets auf eine treue Anhängerschar verlassen.

Für sein aktuelles Bühnenprogramm reißt er sich – hirngefoltert von über tausend schlechten Telenovelas und schlimmstem Reality-TV – den Tournee-Titel APOKALÜZE NAU!!! unter den Nagel. Und für den einen oder die andere, die – ohne vorher Helge Schneider zu kennen – die Veranstaltung besuchen, könnte dieser Arbeitstitel genau das beschreiben, was sie erleben. Und so ist es auch….gedacht?! Viel Spaß bedeutet das für die Fans und weiteres Kopfzerbrechen in den Feuilletonstübchen, wo man diesen seltsamen Typ, der keinen Schein hat für das, was er tut, und der niemanden ernst zu nehmen scheint, doch so gerne einordnen würde – oder ihn wenigstens verstehen! Mit dabei sind auf der Bühne Pete York (Schlagzeug), Sandro Giampietro (Gitarre), Rudi Olbrich (Kontrabass & Tuba). Sergej Gleithman (Bongo & Ausdruckstanz) sowie Bodo Österling (Bongo & Felix-Flasche).

In Zusammenarbeit mit Meyer-Konzerte

Helge Schneider – AKOPALÜZE NAU!!!

Seit über dreißig Jahren kombiniert Helge Schneider zum Schrecken der Einen und Ergötzen der Anderen virtuoses Können mit grenzenlosem Nonsens: So ist er vom subkulturellen Geheimtipp zum „Wetten dass…?“- kompatiblen Mainstream-Farbtupfer und geachteten Experimental-Germanisten gereift.

Schlagerparodist, Kabarettist, Autorenfilmer, Jazzer, Kriminalbuchautor, Klamauk-Komödiant, Musikclown, Schauspieler, letzter DaDaist? – es ist nicht einfach, Helge Schneider in ein Klischeekorsett zu zwängen. Aber warum sollte man das denn auch? Denn inzwischen kann sich der Meister bei seinen Ausflügen in die unterschiedlichsten Genres stets auf eine treue Anhängerschar verlassen.

Für sein aktuelles Bühnenprogramm reißt er sich – hirngefoltert von über tausend schlechten Telenovelas und schlimmstem Reality-TV – den Tournee-Titel APOKALÜZE NAU!!! unter den Nagel. Und für den einen oder die andere, die – ohne vorher Helge Schneider zu kennen – die Veranstaltung besuchen, könnte dieser Arbeitstitel genau das beschreiben, was sie erleben. Und so ist es auch….gedacht?! Viel Spaß bedeutet das für die Fans und weiteres Kopfzerbrechen in den Feuilletonstübchen, wo man diesen seltsamen Typ, der keinen Schein hat für das, was er tut, und der niemanden ernst zu nehmen scheint, doch so gerne einordnen würde – oder ihn wenigstens verstehen! Mit dabei sind auf der Bühne Pete York (Schlagzeug), Sandro Giampietro (Gitarre), Rudi Olbrich (Kontrabass & Tuba). Sergej Gleithman (Bongo & Ausdruckstanz) sowie Bodo Österling (Bongo & Felix-Flasche).

In Zusammenarbeit mit Meyer-Konzerte

Global Kryner/ The Hookers

Mitten im Stadtgebiet Würselens gibt es auf einer Ex-Industriebrache ein spektakuläres lanschaftliches Biotop, im Kern bestehend aus zwei industriellen Kalk-Halden, die inzwischen mit einer seltenen Flora aufwarten können.
Der nun so genannte „Kalkhaldenpark“ wurde im Rahmen der Euregionale von der Stadt Würselen als neues Freizeit- und Erholungsgebiet entwickelt, die kleinere Halde als Waldgebiet mit Aussichtspunkten, die größere als städtischer Garten. Zwischen beiden Halden befindet sich an der Elchenrather Strasse nahe dem Stadtzentrum der „Dreiecksplatz“ als Ort für Aktivitäten und Veranstaltungen. Dort findet anlässlich der Einweihung des gesamten Komplexes ab 15 Uhr ein Bürgerfest statt, zu dem auch ein kulturelles Abend-Musik-Programm gehört, dessen Gestaltung in unseren Händen liegt. Dafür konnten wir die famosen Global Kryner und The Hookers gewinnen. Der Eintritt ist frei.

Wer nun einen Volks-Musikabend im besten Sinne erwartet, liegt richtig. Wer etwas wie den Musikantenstadl oder was auch immer mit Edelweiß erwartet, liegt falsch. Mit den Global Krynern aus Österreich treten sechs MusikerInnen aus den unterschiedlichsten stilistischen Genres an diesem Abend gemeinsam den höchst unterhaltsamen Beweis an, dass jedes Lied, jede Melodie aus Pop, Jazz und Klassik im Stile Slavko Avseniks und seiner Oberkrainer verkrainert werden kann, von Sexbomb bis Hey Jude, von steirisch bis kubanisch. Und zwar mit viel Spiel- und auch Wortwitz (!!!), mit Virtuosität und explosiver Musikalität. Dafür steht diese einzigartige Band um Klarinettist und Musikkabarettist Christof Spörk mit Posaunist und Heldentenor Wolfgang Tischhart, Akkordeonist und Musikschuldirektor Anton Sauprügl, Gitarrist Edi Koehldorfer (der bereits mit Stephane Grapelli gigte), dem Trompeter Karl Rossmann (oben Arturo, unten Chet … Blechexperten werden verstehen) und last but not least der 25-jährigen Sängerin Sabine Stieger, einer stimmlichen Goldmine mit amtlich eingetragenem Geburtsort Bühne. Mehr zu dieser Band unter www.myspace.com/globalkryner.

Davor gibt es eine Lehrstunde über unsere musikalische Sozialisation der letzten Jahrzehnte mit unseren All-Time-Favourites von den Eagles bis zu Tom Waits in bluesinfizierten Interpretationen mit den Hookers, einem formidablen Trio mit dem formatfüllenden Sänger und Mundharmonika-Spieler Hubert Clemens (auf der Burg weiland schon mit den Thirsty Men imponierendst in Erscheinung getreten) und den coolen Cats Walter Jenniches am Piano und Jochen Solbach am Kontrabass. Info zu den Hookers: www.thehookers.de.

Weitere Informationen zu dieser Veranstaltung gibt es auch unter
http://www.euregionale2008.eu/de/projekte/grunmetropole/projekte/kalkhaldenpark/index.html

Konrad Beikircher

Seit Jahren ist der Kabarettist und Musiker Konrad Beikircher ein gern gesehener und regelmäßiger Gast auf der Bardenberger Burg Wilhelmstein. Dabei drehte und dreht es sich stets um den auch hier ansässigen Menschentyp, den aus dem Rheinland. Mit viel Lokalkolorit gespickt ist Beikirchers Programm, bis ins kleinste Detail kann er den Weg zum Bonner Wochenmarkt beschreiben oder abwertende Kommentare zu Städten wie Dormagen oder Remagen abgeben. Man merkt, dass der Kabarettist (Wahl)-Rheinländer mit Herz und Seele ist. Seine Verdienste um die rheinische Mundart wurden bereits mit mehreren Preisen ausgezeichnet, und Freunde und Sprecher des rheinischen Dialekts sind bei Konrad Beikirchers Programmen gut aufgehoben.

Beikircher kennt sich einfach aus mit diesem Biotop, seinen Menschen und der Sprache. Kein Wunder, dass die «Rheinische Trilogie» mittlerweile schon über neun Teile verfügt. Wie weit sie sich noch ausdehnen wird bleibt abzuwarten, daß sie es tut, kann als sicher angenommen werden. Sicher ist auch eines: Beikircher wird es wohl weiterhin auf die Bardenberger Freilichtbühne ziehen, denn dort trifft er stets auf die Menschen, mit deren Lebensgefühl er sich am meisten identifizieren kann: Die typischen Rheinländer.

Tommy Emmanuel & Endless Road String Quartett

Dass der Titel der Veranstaltung an einen Song von Tina Turner gemahnt, macht durchaus Sinn. Schliesslich war Tommy Emmanuel auf der „Break Every Rule-Tour“ mit seiner Band Dragon für Frau Turners guten Ton verantwortlich. Aber eigentlich hat er seine ganz eigene unglaubliche Karriere hingelegt.

Heute ist er einer der besten, wenn nicht DER beste (Akustik)-Gitarrist der Welt, mehrfach Grammy-nominiert und 1999 von der Gitarren-Legende Chet Atkins mit dem „certified guitar player“ Preis ausgezeichnet, was bisher nur 3 (drei!) Künstlern in unserer Welt (Jerry Reed, Steve Warner and John Knowles) zuteil wurde. Und ein glänzender Entertainer ist er auch. Sein Beitrag zur Abschlußgala der Olympischen Spiele im Stadion von Sydney vor 2,5 Milliarden Fernsehzuschauern war einer der großen Höhepunkte seiner bereits beinahe 40jährigen Künstlerlaufbahn. Dabei wurde er viermal vorher schon zum besten Gitarristen Australiens gewählt, wo er auch sonst Stadien füllt – allein, mit seiner Gitarre. Er tourte und arbeitete bisher u.a. mit Mega-Stars aus der Liga Sir George Martin, Stevie Wonder, Eric Clapton, Michael Bolton, Olivia Newton-John und natürlich Tina Turner, um nur einige zu nennen.

Seine Fans scheuen keine weiten Reisen, um ihn auf der Bühne mit seiner machmal auch perkussiven Gitarren-Kunst zu erleben. Und so sind seine Konzerte oft auch an Pilgerfahrten erinnernde Ereignisse, bei denen man schier übermenschliche Fingerfertigkeit und Grenzen sprengende Musikalität erlebt, die einen auch schon mal in’s australische Outback, in die Welt der Aborigines, entführen, ohne dass man dann noch von da zurück möchte – umwerfend und spirituell! Wer’s nicht glauben mag, schaut sich am besten zur Einführung mal eines seiner vielen Videos auf youtube.com an. Aber versprochen: die sind nix gegen ein Live-Konzert mit ihm.

Mit dabei ist bei uns das Endless Road String Quartett aus Nashville/USA, quasi als die Sahne zu einer weltweit einzigartigen musikalischen Delikatesse!

Pohlmann & Band – Fliegende Fische

Klammheimlich tauchte vor einiger Zeit auf dem zeitgemäßen Radiosender mit dem zeitgemäßen Musikprogramm für zeitgemäße Menschen im Sektor ein Künstler mit einem Song auf, der auch zu allen anderen durchdrang. „Wenn jetzt Sommer wär“ klang handgemacht, warm und zeitlos, und binnen Kurzem hatte sein Schöpfer Ingo Pohlmann damit und mit den anderen Stücken seines
Erstlings „Zwischen Heimweh und Fernsucht“ die Herzen nicht nur im Sektor erobert, denn davon wurden über 30.000 Einheiten sowie über 30.000 weitere Downloads verkauft, ohne dass das Album jemals die Charts gesehen hatte.

Inzwischen hat Pohlmann nachgelegt, hat beim letztjährigen „Bundesvision Song Contest“ mit seinem Song „Mädchen und Rabauken“ als bester Newcomer einen hervorragenden fünften Platz belegt, sein zweites Album „Fliegende Fische“ veröffentlicht und mit „Wenn es scheint, dass nichts gelingt“ einen weiteren Single-Hit gelandet.

Pohlmann vereint! Weil er mit seiner Musik und den Geschichten, die er in seinen Songs erzählt, Menschen gekonnt, aber völlig unverquast aus der Seele spricht. Weil er Worte für Gefühle findet, die von vielen nur schwer in Worte zu fassen sind. Pohlmann bewegt sich textlich zwischen Gegensätzen, zwischen Hoch und Tief, zwischen Innen und Außen, die auch seine persönlichen Gegensätzlichkeiten sind. Musikalisch ist er der rockigen Singer/Songwriter Tradition verpflichtet, wobei alles handgemacht, akustisch, nach echten Instrumenten klingt. Kein Wunder, ist alles handgemacht, akustisch, mit echten Instrumenten gespielt. Pohlmann singt und spielt von sich selbst und von uns. Und das macht er richtig gut. Und weil sich viele von uns in ihm wieder erkennen, zieht er viele von uns an – so einfach ist das, weil es so gut ist.

Tinseltown Rebellion Band plays Frank Zappa

Zappa lebt!

Der zu seinen Lebzeiten auch als exzentrischer Bürgerschreck empfundene Provokateur Frank Zappa war vor allem: ein genialer Komponist, Musiker und Bandleader seiner Mothers Of Invention. Die gibt’s natürlich nicht mehr. Dafür gibt’s aber die Tinseltown Rebellion Band, die – folgt man wahren Kennern der Materie – europaweit amtliche Nachfolgeinstitution.

Die bietet eine perfekte Live-Performance ausgefeilter Arrangements zwischen Country und Pop, von Klassik bis Heavy-Rock OHNE akademisches Musikgetue, wobei jeder Lebensabschnitt, jede Schaffensperiode des Meisters…sagen wir mal…gewürdigt wird, und dabei ist der legendäre Stoff kein Hindernis auf dem Sprung in die Gegenwart. Was durchaus auch Tanzen und Mitsingen seitens des Publikums bedeuteten kann. Denn zelebriert werden kompetentestens die Titel, denen stets eine breite Zuhörerschaft huldigte.

So entkommt die Tinseltown Rebellion Band zwar nicht Frank Zappas persönlichem Ableben, aber dem Tod der Zappa-Idee schlägt das virtuose zwölfköpfige Ensemble für eine opulente Konzertlänge ein augenzwinkerndes und musikalisch exquisites Schnippchen.

Weitere Informationen zu dieser Veranstaltung gibt es auch unter
http://www.myspace.com/tinseltownrebellionband

Basta – Wir sind wie wir sind

William Wahl, Andreas Hardegen, Thomas Aydintan, René Overmann und Werner Adelmann sind BASTA. BASTA haben hart an sich gearbeitet, sich gequält und sich geschunden, um ihr Credo, maximale Musik mit minimalen Mitteln zu machen, in neue, ungeahnte Höhen zu treiben. Es gibt noch mehr Wortwitz, mehr Gefühl, mehr subversives Können, mehr Bosheit, mehr Bildung und – seit der Mehrwertsteuererhöhung vom letzten Jahr – mehr Mehrwert!.

Das BASTA-Erfolgsrezept liegt neben der schlagenden Live-Präsenz in der starken und spielerischen Verbindung von Musik, Wort und Komik. William Wahl komponiert und schreibt die meisten Lieder. Sein Talent, den Texten ihre einzigartige Doppelbödigkeit und punktgenaue Ironie zu verleihen, erinnert an die schnoddrige Wortkunst eines Friedrich Hollaender oder Joachim Ringelnatz, die ebenfalls in ihrer Zeit große komische Lieder schrieben. Dieses Sprachgespür und die Liebe zur Selbstironie verbindet Wahl mit eingängigen Pop-Melodien oder Parodien auf Rammstein oder Gangsta Rap.

Musikalisch bedient sich das – so sieht es sich selbst – nebenbei auch noch zum Anbeißen schöne Quintett der verschiedensten Formen von Pop, Reggae, Jazz, Chanson, Rock, Gangsta Rap, HipHop, Schlager, Comedy, Latino-Schmonzette, Kabarett, Cabaret, bis hin zu Klassik und Clownerie, Hillbilly, Disco und – haben wir was vergessen? – ach ja, A Cappella. Denn BASTA machen Musik ohne Instrumente, nicht weil sie es nicht können, sondern weil sie es wollen.

Damit setzt BASTA ein Zeichen: Wie sagte schon der berühmte Architekt Mies van der Rohe: „Weniger ist Mehr!“ Wenn man es kann. BASTA kann es. Allerdings sind die Fünf keine in Motten-Fracks gepresste A Cappella-Band, die angestaubte Retro-Lieder singt. Das klassische A Cappella haben BASTA überwunden und modernisiert. BASTA ist frisch, anders, das kann man hören, sehen und fühlen. BASTA ist das Beste, was Deutschland in diesen komischen Zeiten passieren konnte. BASTA ist die Rettung. BASTA ist auf einer Mission, denn es geht um vieles – um die Liebe,um den Fußball, und auch schon mal um das Laminat. BASTA.

Weitere Informationen zu dieser Veranstaltung gibt es auch unter
http://www.basta-online.de

Götz Alsmann & Band – Mein Geheimnis

„Wo Götz Alsmann pustet, kommt etwas Schönes zum Vorschein: Seit Jahren «bläst» der Musiker den Staub von längst vergessenen oder niemals bekannt gewesenen deutschen Jazz-Schlagern und macht aus Songs der 50er und 60er Jahre etwas unerhört Frisches. …Als Musiker und Entertainer ist der kleine Brillenträger mit der großen Tolle ein wahrer Fels in der Brandung deutschen Liedguts. Für einen «Geheimnisträger» ist er indes sehr mitteilsam. «Mein Geheimnis» hat er sein siebtes Album getauft, mit dem er es als erster deutscher Solokünstler aufs legendäre New Yorker Jazzlabel «Blue Note» geschafft hat.

«Ich rede gerne, ich rede sogar sehr gerne. Ich rede eigentlich immer. Vertrauen sie mir bloß nichts an, ich erzähl´s gleich weiter.» Und so präsentiert er sämtliche Lieder seines «Geheimnis»-Albums. Virtuos angeheizt von seiner musikalisch orientierten Herrenreisegruppe: Markus Paßlick (Percussion), Michael Müller (Bass), Rudi Marhold (Schlagzeug) und Altfrid Sicking (Vibraphon).

Bei Alsmann mischen sich die Rhythmen munter miteinander. Die Mambo kuschelt sich eng an den Swing, der Jazz schmust heftig mit dem Walzer. Und das Publikum genießt. Alsmann ist seit Jahren verlässlich der Höhepunkt des Kulturprogramms auf der Freilichtbühne. Als Freund. «Oh, du mein Würselen», begrüßt er die Gäste. So klingt Vertrautheit: Viele der Zuhörer erleben Alsmann hier nicht zum ersten Mal live.

Klanglich ist der Auftritt lupenrein. Kristallklar perlen die Lieder aus den Boxen, selbst die zarteste Schwingung des Vibraphons geht im Miteinander der Instrumente nicht verloren. Wobei die Musik bei Alsmann nur die halbe Miete ist. Der besondere Charme seiner Auftritte liegt in den teils waghalsigen Anmoderationen von beachtlicher Länge. Von seiner «Zeit als Ziehsohn eines beinlosen Einradfahrers mit bernsteinfarbenen Zahnstümpfen» schwadroniert Alsmann ebenso wie von Damen mit Weltklasse-Dekolletées.

Stark ist er auch mit einem anderen Instrument. Der winzigen Ukulele, die ihn verlässlich auf jeder Tournee begleitet. Nur mit ihr kommt er zum Beginn der zweiten Programmhälfte auf die Bühne und spielt ganz vorn am Rand drollige Lieder von Menschen und Hunden, die auch etwas Rührendes haben. Das macht Alsmann so rasch niemand nach, ein Spagat zwischen Albernheit und Virtuosität.

Gut zweieinhalb Stunden verzaubert er seine Zuhörer. Dann packt er noch Bewährtes alter Alben à la «Ein kleiner Bär mit großen Ohren» obendrauf. Und wird mit Standing Ovations belohnt. Verdientermaßen.“
(Stefan Schaum/AZ-AN Kultur)

Weitere Informationen zu dieser Veranstaltung gibt es auch unter
http://www.goetz-alsmann.de