Aachen September Special 2018

Tolles Wetter, tolle Stimmung – kurz alles, was man für ein stimmungsvolles Fest in der Innenstadt von Aachen braucht, war gegeben. Wir durften uns auch wieder im Auftrag des Märkte- und Aktionskreises City e.V. an zwei Tagen auf der Markt-Bühne vergnügen. Ein ganz großes Dankeschön mit unseren Impressionen:

Knallerfinale mit Tingvall Trio

Der letzte Musikakt der Burg Wilhelmstein Saison 2018 war ein richtiger Knaller für Freunde des Jazz. Das Tingvall Trio bewies, warum es mit Preisen überhäuft wird. Exquisite Musiker standen da auf der Bühne und ließen keinen Zweifel an ihrem Talent und ihrer Kunst.

Am Piano Martin Tingvall aus Schweden. Am Kontrabass Omar Rodriguez Calvo aus Kuba. Am Schlagzeug Jürgen Spiegel aus Deutschland. Das ist das Tingvall Trio, das sich mit seinem sehr eigenständigen, unverwechselbaren Sound einen festen Platz – nicht nur in der Jazzszene – erobert. Skandinavischer Folk, Jazz sowie Elemente aus Rock und Pop, dazu klare und poetische Melodien – so die Rezeptur des Trios, das die Herzen der buwi Besucher im Sturm eroberte. Immer wieder gab es Applaus für einzelne Solis und selbstredend am Ende standing ovations, für einen großartigen Auftritt.

Was für ein musikalischer Abschluss! Die drei Jungens waren das erste Mal auf unserer Freilichtbühne zu Gast – und sicherlich nicht das letzte Mal…

Jing juut mit d´r Hausmann

Wie jeht et?
Et jeht.
Wohin jehtse.
Nach d´r Doctor.
Ja, jehste?
Ja, ich jeh, et jeht nitt mehr.
Ja wennet nitt mehr jeht, muss man jehen.

So jing datt, bei Jürgen B. Hausmann auf Burg Wilhelmstein. Hier auf der Freilichtbühne feierte das Programm „Wie jeht ett? – Et jeht!“ vor drei Jahren Premiere. Jetzt sollte es zum nahenden Abschluss noch einmal präsentiert werden. Und es verfehlte seine Wirkung beim Publikum nicht. Das bog sich immer wieder vor Lachen und produzierte nicht wenige Tränen.

Die Alltagssituationen, die Beckers in seinem gut zweistündigen Auftritt zusammen mit Harald Claßen in bunten Farben und mit hiesigem Dialekt zum Besten gab, waren urkomisch. Man fand sich und seine lieben Familienmitglieder schnell wieder in den Erzählungen von der Eckbank in der Küche, gemeinsam auf Urlaubsfahrten, oder in der offenen Wohnlandschaften des Nachwuchses.

„Wenn man ett hört is ett lustig. Wenn man ett sacht, merkt man ett jarnich…“ Herrlich! Wir freuen uns schon auf das neue Programm… 😀

Italienischer Abend mit Götz Alsmann und Band

Im letzten Jahr – die neue CD war noch warm vom Druck – präsentierte Götz Alsmann mit seiner Band ihre musikalische Reise nach Rom. Und so stimmungsvoll und launig wie 2017 war auch der zweite Auftritt auf Burg Wilhelmstein. Alles was zum italienisch angehauchten Programm seinerzeit geschrieben stand, traf auch jetzt wieder zu. Im Mittelpunkt die eingedeutschten Schlager Italiens untermalt mit bekannten Melodien für Millionen.

Es ist völlig unnötig zu erwähnen, dass die Alsmännischen Arrangements immer so leicht, locker und perfekt klingen. Auch dank des immer perfekten Zusammenspiels mit seinen Kollegen Rudi Marhold am Schlagzeug, Markus Paßlick Percussion, Ingo Senst am Standbass und Altfrid Maria Sicking an Vibraphon, Xylophon und Trompete.

Was so einen Abend mit Götz Alsmann und Band aber zusätzlich immer so besonders unterhaltsam macht, ist die Moderation des Multiinstrumentalisten, Moderators, Unterhaltungskünstlers, Hochschullehrer und Honorarprofessor, der es immer wieder versteht, das landestypische Thema humorvoll und erheiternd zu präsentieren.

Am Ende sang Götz dann noch eine wahre Ode an Burg Wilhelmstein, dem Team und Uli Pesch, der früh an ihn geglaubt und Auftritte ermöglichte, und damit einer großen künstlerischen Karriere Vorschub leistete.

Rom, Italien… bleiben sicher lange in musikalischer Erinnerung. Die Burgbesucher/innen müssen nun stark sein. Denn erst 2020 wird es eine neue, musikalische Götz Alsmann Reise geben. Wohin weiß der Künstler noch nicht. Aber dass das neue Programm auf seiner Lieblingsfreilichtbühne zur vollen Entfaltung kommen wird, ist heute schon 100 %ig sicher! Man darf also gespannt sein. Auch auf die dann neue Abendgarderobe…

Ciao Götzè! Amici!

Der Ruhrpott erobert Bardenberg

Dann hielt er mal Einzug, der Markus Krebs, auf die ausverkauften Freilichtbühne, vor die großen Leinwand mit der Aufschrift „Permanent Panne“. Über zwei Stunden erzählte der Stand-up-Comedian einen Witz und eine skurrile Geschichte nach der anderen. Teilweise das Publikum mit einbeziehend. Geschichten ausse Kneipe oder dem Garten, der auch irgendwie Kneipe ist. Von Freunden und Freundinnen, die mitunter echt einen am Helm haben…

Ein wahres Witzfeuerwerk ging da ab, nur unterbrochen vom sich vor lachen krümmenden Publikum. Mal stand der Krebs, mal wandelte er durch die Zuschauerreihen, oft saß er. Die geschmeidige Rückkehr auf den Hocker nach einem Bühnenrundgang immer mit einem fröhlichen und selbstmotivierenden „und hopp“ begleitend.

Es wurde ein wahrlich lustiger Abend, an dem die aktuelle Krebs´chen Top 5 der Lieblingswitze zum Ende hin nicht fehlen durften. Dabei umringt von 20 oder mehr anderen Witzen, die es zwar nicht in die engere Wahl schafften, aber natürlich trotzdem erzählt werden mussten. Herrlich!

Die Zuschauer fanden Markus Krebs toll auf Burg Wilhelmstein. Und Markus Krebs fand alles toll auf Burg. Er würde gerne nächstes Jahr mit seinem neuen Programm wieder kommen. Sehr zur Freude seines Publikums, u.a. aus Würselen, Eschweiler und Peinlich…

Heimspiel für Christoph Titz

„Unser“ Ausnahmetrompeter wieder zu Gast auf Burg Wilhelmstein. Und wieder war die ganze musikalische Klasse von Christoph Titz zu erleben. Zusammen mit seiner kongenialen Band zauberten er einen wunderbaren Klangteppich auf die Freilichtbühne. Es ist genau der richtige Ort für diesen Jazz, dem man stundenlang zuhören könnte.

Pat Appleton sprang als Gastsängerin für die erkrankte Astrid North ein. Das Energiebündel mit toller Stimme bereicherte die Titze´ Bläserei. Wie auch der neu in der Band integrierte Alfonso Garrido. Der Percussionist lieferte sich mit Drummer Matthias Trippner beim Stück „Ibumania“ ein sensationelles Solo, das sicher allen noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Apropos Soli: letztlich standen sich alle auf der Bühne in nichts nach. Ob es Volker Meitz an den Keyboards, Thomy Jordi am Bass oder Thomas Büchel an der Gitarre waren: allen gab Titz genug Raum, ihr großes Talent und Können zum besten zu geben.

Es war einmal mehr ein besonderer Abend mit begeistertem Applaus vom Publikum. Und am Ende gab es von „unserem“ Christoph beim Small Talk Autogramme auf CD´s. Dabei stand eine ganz besondere Doppel-CD zum Verkauf. Die, bei dem das Konzert von 2016 aufgezeichnet wurde. Eine Empfehlung der Redaktion…

Herbert Pixner und Band erobern die Burg

„Electrifying Tour 2018“ lautet der Tourtitel des aktuellen Herbert Pixner Projekts. Erstmalig als Gast auf Burg Wilhelmstein elektrisierte die vierköpfige Band aus Tirol auch gleich die Freilichtbühne.

Die Musik vom Genre her einzuordnen ist nicht einfach. Man könnte glauben, dass die steirische Harmonika, Tiroler Volksharfe, Gitarre und das Kontrabass eher für traditionelle „Volksmusik“ steht, ganz so, wie auch der Titel des neuen Albums lautet. Doch weit gefehlt. Was das Quartett musikalisch bot, war viel mehr: Blues, Bossa, Tango, Jazz und Volksmusik. Letzteres nicht zu verwechseln mit volkstümlicher Musik.

Die Stimmung unter dem Zeltdach wechselte wie die Musikstile und Interpretationen. Mal hörte man fast eine Stecknadel fallen („Was gibt es größeres für einen Künstler als diese Reaktion eines Publikums“ – Pixner), mal rhythmisches Klatschen und (rheinische) Jodelversuche…

Kurzum, die Stimmung war wie die Musik an diesem warmen Sommerabend: fantastisch! Und der Wunsch der Band, gerne einmal wiederzukommen, lag ganz im Interesse der Besucher/innen. Gut unterrichtete Kreise im Umfeld der Burg wollen erfahren haben, dass daran schon heute beiderseitig intensiv gearbeitet wird… 😉

 

Begeisterung um Maria Serrano & Ensemble

„Ein Tanz, in dem Liebe und Hass zu einer glühenden Masse verschmelzen: Flamenco. Das tut so richtig weh und weckt Lust auf mehr. Die spanische Tänzerin und Choreographin Maria Serrano nimmt beim Festival von Burg Wilhelmstein ihr Publikum mit auf eine Reise durch die Zeit – genauer gesagt durch die Phasen, die sie mit ihrer Compagnie durchlaufen hat.“

So beginnt Sabine Rother ihren Artikel in der Aachener Zeitung und beschreibt einen wieder einmal wunderbaren Abend auf der Freilichtbühne mit Maria Serrano und ihrem Ensemble.

Wir haben diesem tollen Bericht wirklich nichts hinzuzufügen. Außer vielleicht ein paar Fotos, welche die Tanzkunst und Stimmung ein wenig vermitteln hilft…

Bitte folgen!

Instagram hat im Juni 2018 die Zahl von einer Milliarde aktiver Nutzer geknackt. Rund 15.000.000 Nutzer sind es in Deutschland. Das Buwi-Team ist auch dabei! Und hat – Stand 15. August 2018 – treue 449 Abonnentinnen und Abonnenten.

Mit unserem kleinen Online-Auftritt wollen wir ein wenig Atmosphäre von auf, vor und hinter unserer Freilichtbühne Burg Wilhelmstein visuell ins weltweite Netz transportieren. Unser Ziel: Werbung um noch mehr Freundinnen und Freunde unserer besonderen Veranstaltungsstätte!

Es würde uns sehr freuen wenn es uns gelänge, am Ende der #buwi2018 Saison die 500 zu knacken. In diesem Sinne: bitte gerne folgen!

War klar: Marialy Pacheco begeisterte

„Unfassbar. Unfassbar…“ sprudelte es immer wieder aus Marialy Pacheco heraus. Die kubanische Jazzpianistin war sichtlich begeistert vom deutschen Ausnahme-Trompeter Joo Kraus, der kubanische Sängerin Olvido Ruiz und dem marokkanischen Weltklasse-Percussionist Rhani Krija. Mit ihr gemeinsam – einer nach dem anderen – spielte sie ihr Programm „Duets“. Und in der Tat war das, was alle Musikerinnen und Musiker an diesem Abend mit großem Können spielten, ein wahrer Ohrenschmaus.

Schon vor zwei Jahren begeisterte Marialy auf offener Freilichtbühne. Und auch diesmal verzauberte sie mit ihrem Spiel das Burgpublikum. Sie verschmelzt immer wieder karibisches Temperament und eine beim harten klassischen Studium erarbeitete exzellente Technik zu einer Spielkultur, die atemberaubend ist. „Unfassbar…“

Das alle Musikanten so richtig Spaß auf der Bühne hatten, war sicht- und hörbar. Herzlich ging es zu. So herzlich, dass Sängerin Olvida Tränen der Rührung in den Augen standen, als sie von Marialy angekündigt wurde. Kurz vor Schluss standen dann alle gemeinsam auf der Bühne, brachten ihre Kunst zusammen und improvisierten mit großer Spielfreude.

Ganz am Ende des Abends, als die Instrumente, Boxen und das Equipment eingepackt waren und sich alle auf den Heimweg machten, gab es ein allgemeines letztes „Tschüß“. Und von Marialy ein „..bis zum nächsten Mal!“ Unbedingt!