China Moses kommt zur Freilichtbühne

Foto: Sylvain Norget

Die Tochter der Jazzsängerin und mehrfachen Grammy-Preisträgerin Dee Dee Bridgewater, China Moses, kommt zur Burg Wilhelmstein. Der internationale Durchbruch von China Moses kam 2008 mit dem Jazz-Album „This One’s For Dinah“, einer Liebeserklärung an ihr musikalisches Idol Dinah Washington, eine Zusammenarbeit mit dem französischen Pianisten Raphaël Lemonnier. 2012 folgte mit dem „Crazy Blues“, eine weitere Auswahl von Jazz, Blues und Pop-Hits. Plötzlich galt China Moses als Sängerin von Jazz- und Blues Standards. Mit ihrem neuen Programm „Nightintales“ beweist sie, dass sie mehr kann. Erstmals tritt sie mit eigenen Songs ins Rampenlicht. Zu sehen und höhren am 31. August 2019 bei uns auf der Freilichtbühne. Tickets gibt es in Kürze hier!

Andy Houscheid spielt in Würselen

TALENT heißt das Album, mit dem der als Jazzpianist hervorragend performende Andy Houscheid aus Belgien seine Karriere als Songwriter vorantreibt und die Genres Rock, Jazz und Pop ineinander fließen lässt- Musik in frischer Philosophie mit Mut und Bandbreite . Wer erwartet schon in einem PopSong die Pianoklänge des genialen Brad Mehldau – Andy Houscheid gelingt im Album-Opener „Bereit“ diese Gratwanderung.

Auf Einladung des Burg Wilhelmstein-Teams kommt Andy Houscheid – der auch schon beim Blind Date 2017 auf der Freilichtbühne aufgetreten ist – mit seiner Band am Samstag, 09. Februar 2019 nach Würselen in das Kulturzentrum Altes Rathaus. Tickets für dieses Konzert gibt es hier!

 

Silje Nergaard kommt

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Eine der bekanntesten norwegischen Jazz-Sängerinnen kommt im August wieder auf Burg Wilhelmstein. Die charismatische Silje Nergaard stellt am 17. August  ihr Programm „Chain of days“ vor.  Freuen wir uns auf einen wundervollen Abend mit einer tollen Sängerin!

 

#buwi2016

Der magische Moment

Es gibt sie, diese magischen Momente: auf der großen Bühne, aber auch auf dem kleinen Bildschirm. Der Anlass ist eigentlich ein trauriger. Die Jazz-Legende Peter Herbolzheimer ist am Samstag im Alter von 74 Jahren in Köln verstorben. Eine Generation lang hat der gebürtige Rumäne die Geschicke des Big-Band-Sounds maßgeblich geprägt und den Nachwuchs als Leiter des Bundesjazzorchesters gefördert. Unvergessen die Auftritte mit der von ihm gegründeten Rhythm Combination & Brass in der Sendung Bio’s Bahnhof. In Gedenken an einen großen Musiker hat der WDR in der Nacht auf Dienstag eine 90-minütige Dokumentation in sein Programm genommen; zur nachtschlafenden Zeit fand die Würdigung sicherlich ohne das große Publikum statt, das Herbolzheimer verdient hätte. Dennoch: Ich habe selten einen Musiker gesehen, der seine Leidenschaft mit soviel Verve vertreten hat; Gänsehaut am Bildschirm inklusive. Das war ein Live-Moment, den man auf der Burg erleben kann, aber manchmal auch mitten in der Nacht vor dem Empfangsgerät.

Vienna Teng – Inland Territory

Die Amerikanerin chinesischer Abstammung Vienna Teng ist in Deutschland mittlerweile kein Geheimtip mehr. Ihre erste auch hier veröffentlichte Platte “Dreaming Through The Noise” mit der Radio-Hitsingle „Whatever You Want“ erfreute sich sofort großer Beliebtheit und weckte immenses Interesse. Und das wird auch von der aktuellen Produktion nicht enttäuscht. Irgendwo zwischen Folk und Pop, mit Einflüssen aus Klassik und Jazz, siedelt Vienna Teng selbst ihre Musik an. Die seit eineinhalb Jahren in New York lebende Sängerin liebt die Vielfalt, die sie von überall annimmt und zu Eigenem verarbeitet. „Inland Territory“ handelt von Persönlichem und beschäftigt sich mit verschiedenen geopolitischen Szenarien. Teng denkt sich in andere Menschen und Schicksale hinein, reflektiert Familie, Beziehungen, letztlich ihre Existenz. Sie ist eine pragmatische Philosophin, erhebt ihre Stimme, erzählt Geschichten und bezieht Position. Das macht „Inland Territory“ zu einem bewegenden Programm, das sich klar und mit Anspruch vom popmusikalischen Alltag abhebt. Zumal live im Zusammenhang mit den Glanzpunkten der vorangegangenen Alben und gemeinsam mit ihren superben Musikern setzt Vienna Teng ihre bisherige Entwicklung fort, in eine Richtung, die sie zielstrebig in das Pantheon des großen amerikanischen Songwritings führt.

15.08.2010, 20.00 Uhr auf der Burg Wilhelmstein

Götz Alsmann & Band – Engel oder Teufel

ENGEL ODER TEUFEL…

…das fragen sich viele, die Götz Alsmann in den letzten fünfundzwanzig Jahren auf der Bühne oder auf dem Bildschirm gesehen haben. Wir kennen die Antwort, aber Sie…?

Vielleicht liefert Ihnen ja das gleichnamige Bühnenprogramm ein paar sachdienliche Hinweise.
Der einzige echte Entertainer unserer Zeit präsentiert einen Reigen seiner himmlisch-teuflischen Lieder, mit denen er mühelos eine Brücke zwischen der Welt seligmachender Melodien und dem Abgrund höllisch-scharfer Rhythmen schlägt.

Ganz gleich, ob es sich dabei um Eigenkompositionen handelt oder Götzi tief in das Archiv des klassischen-obskuren Schlagers der Schwarzweiß-Ära greift – sein Erfolgskonzept ist und bleibt das, was seinen Ruf als König des deutschen Jazz-Schlagers begründet und gefestigt hat:

Jazzartige Musik mit deutschen Texten, gewürzt mit das Nackenhaar sträubenden und zwerchfellerschütternden Geschichten, getarnt und dargeboten mit einer in unserer gegenwärtigen Unterhaltungslandschaft kaum noch gekannten geschliffenen Eloquenz als Moderation, auf die Bühne gebracht mit Hilfe der exzellenten Götz Alsmann Band, die ihrem Kapellmeister seit Jahrzehnten mehr als kongenial zur Seite steht.

Die jährlich mehr als einhundert Shows der Götz Alsmann Band erfreuten schon bei ihren letzten Programmen wie „Filmreif“, „Tabu“, „Kuss“ oder „Mein Geheimnis“ etwa 200.000 Zuhörer pro Tournee.
Es sieht nicht danach aus, daß die „Engel oder Teufel“-Tour 2010 ihren Vorgängerinnen darin in irgendeiner Hinsicht nachstehen wird.

Es erwarten Sie:

Götz Alsmann (Gesang, Klavier und mehr)
Altfrid Maria Sicking (Vibraphon/Xylophon/Trompete)
Michael Ottomar Müller (Bass)
Markus Paßlick (Percussion)
Rudi Marhold (Schlagzeug)

17.08.2010, 19.30 Uhr auf der Burg Wilhelmstein

Hells Kitchen

Sie jazzen und rappen sich in ganz Deutschland den Hintern wund, und eigentlich kann keiner mehr behaupten, er habe die Kantine ohne eigene Schuld leider verpasst. Bloß in Aachen waren sie bisher noch nicht. Dabei ist diese Band eigentlich immer für Überraschungen gut.
Nach der erfolgreichen Fusion von Jazz, HipHop, deutschsprachiger Soulmusik und etlichen Theatermusiken spielt die Jazzkantine nun auch Versionen großer Rock- und Metal-Klassiker der 80er, wobei sich das Groove-Kollektiv um Produzent und Bassist Christian Eitner gewohnt aufgeschlossen und experimentierfreudig zeigt. Die Institution in Sachen Crossover und stilvollem Miteinander verschiedenster Richtungen unter der Perspektive jazzig arrangierter, rockig gespielter und hiphopmässig gerapter Musik.

The Jazzinvaders – Blow!

In den Niederlanden eine Institution im Jazz – Nu Jazz – Latin, sind die Jazzinvaders hier bisher noch weitgehend unbekannt. Das muß sich schleunigst ändern, denn die Band um Herz, Groove-Direktor und Drummer Phil Martin sind auf ihrer Baustelle Großmeister. Zum Beispiel Rolf Delfos, Alto-Sax, der einen mit Schmackes virtuos zwischen die Augen trifft, aber im nächsten Moment auch die leisen Noten hauchen kann. Oder Jan van Duikeren, einer der besten Jazztrompeter Europas, oder Tom Beek mit seinem super swingenden Solos auf dem Tenor-Sax. Die drei zusammen bilden den messerscharfen Bläsersatz. Erwin Hoorweg am Piano kitzelt mit subtilem Groove und Harmonien nicht nur die Phantasie, sondern auch die Tanzschuhe. Und bei Sängerin Linda Bloemhard reicht schon ihre bloße Präsenz, um dem Ganzen noch eine besondere Note hinzu zu fügen.

The Jazzinvaders – lässig, elegant, kompetent und sehr, sehr unterhaltsam.

Basta – Wir sind wie wir sind

William Wahl, Andreas Hardegen, Thomas Aydintan, René Overmann und Werner Adelmann sind BASTA. BASTA haben hart an sich gearbeitet, sich gequält und sich geschunden, um ihr Credo, maximale Musik mit minimalen Mitteln zu machen, in neue, ungeahnte Höhen zu treiben. Es gibt noch mehr Wortwitz, mehr Gefühl, mehr subversives Können, mehr Bosheit, mehr Bildung und – seit der Mehrwertsteuererhöhung vom letzten Jahr – mehr Mehrwert!.

Das BASTA-Erfolgsrezept liegt neben der schlagenden Live-Präsenz in der starken und spielerischen Verbindung von Musik, Wort und Komik. William Wahl komponiert und schreibt die meisten Lieder. Sein Talent, den Texten ihre einzigartige Doppelbödigkeit und punktgenaue Ironie zu verleihen, erinnert an die schnoddrige Wortkunst eines Friedrich Hollaender oder Joachim Ringelnatz, die ebenfalls in ihrer Zeit große komische Lieder schrieben. Dieses Sprachgespür und die Liebe zur Selbstironie verbindet Wahl mit eingängigen Pop-Melodien oder Parodien auf Rammstein oder Gangsta Rap.

Musikalisch bedient sich das – so sieht es sich selbst – nebenbei auch noch zum Anbeißen schöne Quintett der verschiedensten Formen von Pop, Reggae, Jazz, Chanson, Rock, Gangsta Rap, HipHop, Schlager, Comedy, Latino-Schmonzette, Kabarett, Cabaret, bis hin zu Klassik und Clownerie, Hillbilly, Disco und – haben wir was vergessen? – ach ja, A Cappella. Denn BASTA machen Musik ohne Instrumente, nicht weil sie es nicht können, sondern weil sie es wollen.

Damit setzt BASTA ein Zeichen: Wie sagte schon der berühmte Architekt Mies van der Rohe: „Weniger ist Mehr!“ Wenn man es kann. BASTA kann es. Allerdings sind die Fünf keine in Motten-Fracks gepresste A Cappella-Band, die angestaubte Retro-Lieder singt. Das klassische A Cappella haben BASTA überwunden und modernisiert. BASTA ist frisch, anders, das kann man hören, sehen und fühlen. BASTA ist das Beste, was Deutschland in diesen komischen Zeiten passieren konnte. BASTA ist die Rettung. BASTA ist auf einer Mission, denn es geht um vieles – um die Liebe,um den Fußball, und auch schon mal um das Laminat. BASTA.

Weitere Informationen zu dieser Veranstaltung gibt es auch unter
http://www.basta-online.de