Jürgen B. Hausmann Nix vi-rus auf #buwi2020

Ein Mariadorfer auf einer Bühne in Bardenberg, jeht datt juut? Klar jeht datt! Wenn es wieder einmal Jürgen B. Hausmann alias Jürgen Beckers ist, dann braucht man keine Sorgen zu haben, dass sich das Buwi-Publikum nicht vor Lachen auf den Bänken krümmt.

So auch jetzt wieder, als der Alsdorfer Kabarettist mit seinem musikalischen Unterstützer Harald Classen wieder allerlei Lebensereignisse auf die Schippe nahm. „Nix vi-rus?!“ hieß das Sommerspecial, das natürlich den Umständen der aktuellen Situation angepasst war. Neben den herrlich komischen Familiengeschichten in bekannter lokaler Sprache, gab es an diesem Abend auf der Freilichtbühne auch nachdenkliche Töne, ob der besonderen Situation.

Der schönste Auftritt sei der gewesen, als Beckers mit dem „Trio Corona“ Altenheime aufgesucht habe, um den Menschen dort – Heimbesuchern wie Pflegekräften – musikalisch etwas Freude zu bereiten. Der Dank der Leute, die mit Pappschildern ihre Freude zum Ausdruck brachten, habe ihn tief bewegt.

Aber endlich auch wieder vor Menschen auftreten zu können und wieder ein unmittelbares Feedback für seine Kunst zu bekommen – anstatt von Scheibenwischern im Autokino – sei wirklich unbeschreiblich schön. Das sahen die Buwi-Besucher_innen an diesem Abend auch so, die nicht nur immer wieder kräftigen Applaus spendeten, sondern während des zweistündigen Auftritts mitunter so laut über die „Hausmannskost“ schallend lachen mussten, dass allein das schon ein großer Spaß war.

„Isset nitt schön, wenn man mal für ein paar Stunden alles andere verjisst und ens watt Spaß hat?!“ Kann man wohl sagen!

Jing juut mit d´r Hausmann

Wie jeht et?
Et jeht.
Wohin jehtse.
Nach d´r Doctor.
Ja, jehste?
Ja, ich jeh, et jeht nitt mehr.
Ja wennet nitt mehr jeht, muss man jehen.

So jing datt, bei Jürgen B. Hausmann auf Burg Wilhelmstein. Hier auf der Freilichtbühne feierte das Programm „Wie jeht ett? – Et jeht!“ vor drei Jahren Premiere. Jetzt sollte es zum nahenden Abschluss noch einmal präsentiert werden. Und es verfehlte seine Wirkung beim Publikum nicht. Das bog sich immer wieder vor Lachen und produzierte nicht wenige Tränen.

Die Alltagssituationen, die Beckers in seinem gut zweistündigen Auftritt zusammen mit Harald Claßen in bunten Farben und mit hiesigem Dialekt zum Besten gab, waren urkomisch. Man fand sich und seine lieben Familienmitglieder schnell wieder in den Erzählungen von der Eckbank in der Küche, gemeinsam auf Urlaubsfahrten, oder in der offenen Wohnlandschaften des Nachwuchses.

„Wenn man ett hört is ett lustig. Wenn man ett sacht, merkt man ett jarnich…“ Herrlich! Wir freuen uns schon auf das neue Programm… 😀