Basta in Farbe auf #buwi2019

Am Ende flossen sogar ein paar Tränchen beim Fanclub. Die beim Buwi Publikum sehr beliebte A-capella-Band Basta aus Köln stand mittlerweile zum 9. Mal auf Burg Wilhelmstein. Und wie gewohnt gab es viel Humor, Witz und Tipps zum fröhlichen Alltag. Dabei war viel Liedgut vom neuen Album „In Farbe“ zu hören, mit Themen, die die Band bewegt.

Dass die Jungs hervorragend miteinander musizieren können und jedweder Instrumente nicht vermissen lassen, bewies auch dieser wunderbare Abend auf unserer Freilichtbühne. Der Funke von dort hin zum Publikum unter dem Zeltdach sprang schnell über. Nicht nur bei denen, die schon sehr früh am Kassenhäuschen ausharrten, um die begehrten Plätze in der allerersten Reihe zu ergattern.

Tja, wenn da nicht ein Abschied zu verkünden war. Es war nämlich auch der letzte Auftritt von Hannes Hermann, welcher zu den erwähnten Tränchen führte. Mit langen Transparenten bedankte sich der Fanclub beim Bariton und die Restkapelle verabschiedete ihren Freund mit einem eigenen Lied – und in betont weißen Socken…

Bei aller Traurigkeit: die A-capella-Kapelle wird sicher wieder komplettiert werden. Und wir verkünden das jetzt einfach mal frech: sie wird dann auch mit Sicherheit irgendwann wieder auf den Brettern der Bardenberger Bühne stehen. Basta!

Malmsheimers Austopf mit Einlage

Es war im Vorfeld nicht ganz klar, wohin die Reise von Kabarettist Jochen Malsmheimer mit seinem Buwi Publikum gehen sollte, bei der Überschrift „Dogensuppe Herzogin – ein Austopf mit Einlage“.

Nun, es ging gen Venedig. Mit dem Bus. Wegen Frau Malmsheimer. Und schon Matthias Claudius wusste: „Wenn jemand eine Reise tut, so kann er was erzählen.“ Und da Herr Malmsheimer ohnehin des Erzählens mit zum Teil brachialer Wortgewalt mächtig ist, wurde der Abend auf der Freilichtbühne fast wie ein Dia-Abend der besonderen Art.

Nicht das da Lichtbilder gezeigt wurden. Vielmehr erzeugten die Geschichten in der Geschichte so viele bunte, irritierende und lustige Bilder und Assoziationen in den Köpfen der Zuhörer/innen, dass einem schwindelig werden konnte. Lachsalven waren die Regel, die mitunter zu Unkonzentriertheiten verführten. Dabei bestand der Künstler auf Disziplin im Plenum, um endlich einmal einen Satz zu Ende bringen zu dürfen.

Wobei, auch den Geschichtenerzähler selbst erwischte es. Just in dem Moment, als er von einem seiner Kindheitsidole zu sprechen begann: Long John Silver (flöt). Der war plötzlich und unerwartet zusammen mit weiteren heldenhaften Protagonisten der Kindheitserinnerungen mit an Bord. Noch bevor sich daraus zielgerichtet Zusammenhänge erklären ließen, kapitulierte der große Mann der großen Worte – vor lachen. Hatte er doch eine Seite vorher schon befürchtet, was an einer bestimmten Stelle im Vortrag kommen musste…

Es war zum schreien, wie man mitunter unter dem Zeltdach vernehmen durfte und das Zwerchfell aller wurde ziemlich strapaziert.

Jochen Malmsheimer ist ein großartiger Geschichtenerzähler und einer der besten Kabarettisten im Land. Wusste man vorher. Und es fand seine Bestätigung auf der Freilichtbühne. Standing Ovation am Ende war die logische Konsequenz.

Und das, obwohl die Busgesellschaft an diesem Abend eigentlich noch nicht mal in Venedig angekommen war. Da müsste der Künstler bitte unbedingt noch mal nachlegen. Auf Burg Wilhelmstein! 😉

Herbert Pixner Projekt auf #buwi2019

Das Programm auf der Freilichtbühne Burg Wilhelmstein ist bekannt dafür, neben altbekanntem und geliebtem auch immer wieder neue Schätze aus der Kultur zu präsentieren. Durchaus auch einmal experimentell mit offenem Ausgang. Wie im letzten Jahr zum Beispiel, als erstmalig der Tiroler Herbert Pixner mit Band vor fast vollem Haus gastierte. Und das so erfolgreich und eindrücklich für alle die dabei waren, dass es folgerichtig zu einem erneuten Auftritt kommen musste!

Dabei ist die Musik schwerlich einzuordnen. Die Heimat der Musiker(in) sowie die Art der Instrumente verleiten zur Annahme, hier würde traditionelles, volkstümliches Liedgut zum Besten gegeben. Doch weit gefehlt! Was es hier geboten wird ist so grandios vielseitig und vermischt mit so vielen unterschiedlichen Genres, wie man es in dieser Form wohl nur selten zu hören bekommt. Oder besser: zu erleben!

Denn es hat sie wieder gegeben, die stillen Momente bei denen man eine Stecknadel hätte fallen hören. Oder die rockigen Elemente, bei denen sich Multiinstrumentalist Herbert Pixner und Manuel Randi (Gitarre) Improvisationsduelle lieferten. Flankiert von Heidi Pixner an der Tiroler Volksharfe und Werner Unterlercher am Bass wurde Blues, Bossa, Tango, oder Jazz so wunderbar zelebriert, dass es immer wieder zu „Bravo!“ Rufen und lang anhaltendem Applaus kam. Hans-Peter Leisten hat in der Aachener Zeitung eine sehr treffende Beschreibung des Konzertes geschrieben, auf das wir gerne hier verweisen.

Unsere Freilichtbühne ist wie gemalt für genau solche besonderen kulturellen Kostbarkeiten, bietet sie doch atmosphärisch den idealen Rahmen genau dafür. Man spürt und erlebt, wie die Künstler in solchen Momenten aufleben und vom Publikum ein Feedback erhalten, dass ihre Spielfreude und Spaß regelrecht zu beflügeln scheint.

Und so kommt es wie es kommen muss und eben auch oft passiert, wenn solch wunderbare Abende wie dieser auf Burg Wilhelmstein geschehen. Aus einem Auftritt wird gerne ein zweiter. Und flux wird daraus ein Dauerbrenner. Denn ein dritter Auftritt ist jetzt schon mit Herbert Pixner für 2020 fest ins Auge gefasst!

So kann beim Publikum, Veranstalter und Künstler(in) die Vorfreude auf ein Wiedersehen in unserem „Schatzkästchen“ schon heute richtig Anlauf nehmen… 😉

Parken vom 4.7.bis 7.7.

Am kommenden Wochenende finden auf der Freilichtbühne Burg Wilhelmstein mehrere Veranstaltungen statt. Von Donnerstag (Herbert-Pixner-Projekt), Freitag (Jochen Malmsheimer), Samstagvormittag (Zeugnisübergabe Städt. Gymnasium Würselen), Samstagabend (Basta) bis zum Sonntag (Frau Höpker) möchten viele Besucher die Angebote nutzen. An diesem Wochenende findet jedoch gleichzeitig die große Kirmes der Jungenspiele und Schützen in Bardenberg statt. Der Parkplatz am Kaiser steht daher für die Besucher der Freilichtbühne nicht zur Verfügung.

Als Ausweichparkplatz können die Besucher die Parkplätze des Schwertbades (ehemals Knappschaftskrankenhaus) mit Zufahrt von der Niederbardenberger Straße nutzen. Hier stehen ausreichend Parkplätze zur Verfügung. Hinweisschilder sollen helfen, die Besucher auf diese Parkplätze hinzuweisen.

Am Sonntag, 07. Juli, finden verschiedene Festumzüge im Ortsteil statt. Besucher der Veranstaltung „Frau Höpker singt..“ (Beginn 17:00 Uhr, Einlass ab 15:30 Uhr) werden daher gebeten, sich rechtzeitig auf den Weg zur Freilichtbühne zu machen und die Zufahrt zu den Parkplätzen an der Niederbardenberger Straße über Grindelstraße und Dorfstraße zu nutzen. Ab ca. 16.10 wird der große Umzug über die Grindelstraße ziehen und dann auch diese Zufahrt für einige Zeit blockieren.

Die Verkehrskadetten Aachen werden im Einsatz sein und versuchen, den Besuchern bei der Parkplatzsuche zu helfen. Bitte respektieren Sie die jungen Ehrenamtler der Verkehrswacht bei Ihrer Arbeit.

Die Schützen und das Jungenspiel Bardenberg würden sich natürlich freuen, wenn die Besucher der Freilichtbühne nach den Veranstaltungen noch das Festzelt der Kirmes besuchen würden 😊

Der Eigentümer der Burganlage wird ab Freitag weitere – kostenpflichtige – Parkplätze auf einer Wiese neben der Allee, die zur Burganlage führt, einrichten. Diese können ebenfalls genutzt werden.

Guildo hat Buwi lieb

Zwei Tage nachdem mit Joe Jackson ein Weltstar auf Burg Wilhelmstein brillierte, stand nun da ein völlig anders Format von Künstler auf der Freilichtbühne: Guildo Horn.

Das Guildo alle mutmaßlich lieb hat, ist ja bekannt. Und dass diese Zuneigung bei Konzerten auch körperlich gelebt wird, wurde an diesem Abend mehrfach offensichtlich. Als ob er es von der Bühne aus direkt erspürt hat, war ausgerechnet der ausgewiesene sing- und tanzunwillig Autor dieser Zeilen erstes Objekt der Begierde und fand sich unerwartet und plötzlich eng umschlungen am Körper des Guildos wieder.

Das buwi Publikum erfreute es und antizipierte mit großer Freude aus allen Kehlen die gesanglichen Vorgaben des umher wuselnden Sangeskünstlers. Die Bühne bot ohnehin schon viel Freiraum für den ausladenden Hornschen Bewegungsdrang, da die Instrumente an den Rand positioniert waren. Und doch schien sie ihm noch zu klein. Immer wieder zog es ihn ins Publikum, welches er mit einbezog.

Wie beispielsweise Susanne Langohr und Diana Vasen von der DRK Ortsverein Würselen, die an diesem Abend fleißig ihren Dienst taten und von Guildo Horn zu einem musikalischen Einsatz eingesetzt wurden. Oder Lothar Vierbuchen, der auch optisch mit Guildo ein musikalisches Traumbrüderpaar darstellte. Selbst den finalen Abgesang von „Highway to Hell“ überlies er einem offensichtlichen stimmgewaltigen Talent aus Reihe 4 – was großen Jubel nach sich zog!

So ging der Abend dahin mit viel altem bekannten nationalen und internationalen Liedgut, welches die Orthopädischen Strümpfe instrumental zu Ton brachten. Gitarrist Pruntz Phillip Kegelmann, Drummer Kikki Pfeifer und Keyboarder Addi Mollig waren top drauf und hatten ihrerseits enorm viel Spaß, was ihr Vorsänger und -turner im Zusammenspiel mit dem buwi Publikum da bot.

Am Ende dann gab es noch eine Zugabe im Stile Udo Jürgens: im Bademantel. Und mit dem Wiegenlied „La-Le-Lu (Nur der Mann im Mond schaut zu)“ ging ein wirklich lustiger und unterhaltsamer Musikabend zu Ende, der nach Wiederholung brüllt.

Wo sich doch am Ende sogar der Autor dieser Zeilen zeitweise beim mitsingen ertappte… 😀

Tschüss Astrid

Bestürzt und traurig hat das Team der Burg Wilhelmstein erfahren müssen, dass eine Freundin der Freilichtbühne und wunderbare Künstlerin am vergangenen Dienstag verstorben ist: Astrid North.

Unvergessen bleiben uns ihre Auftritte auf unserer Freilichtbühne. Zuletzt mit Christph Titz und Band in 2015. Es war ein tolles Konzert! Eine geplante Wiederholung in 2018 kam leider kurzfristig nicht zustande, da Astrid krankheitsbedingt nicht auftreten konnte.

Astrid bleibt für immer bei uns. Wir sind in Gedanken bei Astrids Familie, insbesondere ihrem Mann und ihren beiden Kinder.

Mach’s gut und bestell‘ Uli Pesch schöne Grüße!

Joe Jackson umjubelt auf #buwi2019

Dann trat er endich hinter dem Vorhang hervor, ins Rampenlicht der Freilichtbühne: Joe Jackson! Und erstmals brandete Jubel in der bis zum letzten Platz ausverkauften Burg Wilhelmstein auf. Schon da war klar: hier sitzen seine Fans, die ihn seit vielen Jahren verfolgen und dessen Musik ihnen schon seit der Jugendzeit viel bedeutet.

„Four Decade Tour“ hieß die Überschrift, die eben nicht nur Musikstücke der aktuellen Produktion „Fool“ beinhaltete. Vielmehr gab es viele Stücke aus dem 40-jährigen Schaffen des Ausnahmemusikers auf die Ohren. Immer wieder neu arrangiert mit überraschenden Wendungen und Übergängen. So beispielsweise „Is She Really Going Out With Him“ und „Different For Girls“, „I’m The Man“ und – mit originaler Drum-Maschine von 1982 (!) – „Steppin’ Out“. Sehr zur Freude des Publikums, das mitsang und schwang und quasi aus dem jubeln nicht mehr herauskam.

Teddy Kumpel an der Gitarre, Doug Yowell am Schlagzeug und der langjährige Weggefährte am Bass, Graham Maby, spielten richtig groß auf und vermittelten einen großen Spaß am gemeinsamen musizieren. Welch ein Erlebnis! Was für ein Konzert! Und die Location bot – trotz ausgeprägter Hitze – einen wieder einmal tollen Rahmen für ein ganz besonderes kulturelles Ereignis.

Er könne sich nicht erinnern, jemals in der Aachen Region gewesen zu sein. Aber er müsse wohl wiederkommen, meinte Herr Jackson im Angesicht der Ovationen, die ihm das Publikum an diesem Abend zukommen lies.

Ja, finden wir auch. Unbedingt!!! 🙂

Voll auf die Ohren

Kurt Krömer war auf der Freilichtbühne. Und wie… Da zuckte schon mancher Besucher zusammen, wenn er sein Donnerwetter über politische Rechtsdenker, kleine Hotelbadewannen und Einzelklatscher losließ. Immer geradeaus, ob Politik oder Alltag. Voll auf die Ohren.

Große Show mit James und James

Nach dem fulminanten Konzert 2017 gab es ein freudig erwartetes Wiedersehen und -hören mit den 7 Musikern von Electro Deluxe. Und auch diesmal blieb nur wenig Zeit, auf den Holzplanken der Freilichtbühne Platz zu nehmen. Frontmann James Copley forderte – natürlich – gleich zu Beginn mit ausladenden Gesten dazu auf, zum knackigen Funk mit zu tanzen und mit zu klatschen. Und das mit Zugaben fast zwei Stunden lang.

Electro Deluxe besteht aus exzellenten Musikern, von den Blechbläsern über den Pianisten, den Bassisten und Schlagzeuger bis hin zum charismatischen und energiegeladenen Frontmann Copley. Sie alle überzeugten mit großer Spielfreude, ganz so, wie in der Ankündigung beschrieben: „Electro Deluxe erzeugen einen mitreißenden Cocktail aus schmutzigem Funk & Soul, der sofort in Ohr und Beine geht. Diese Shows besucht man nicht einfach nur, man ist sofort ein Teil davon. Direkt, ungezügelt und ohne doppelten Boden.“

Bassist Jérémie Coke lud dann noch einen 10-jährigen Jungen auf die Bühne ein, der den ganzen Abend im Zuschauerraum nach Herzenslust mittanzte. Und dann eben auch auf der Bühne. Es war der zweite James (mit Nachnamen Czorny) auf den Brettern der Burg Wilhelmstein, der mit der Band eine große Show feierte und der seinen ganz speziellen Abend hatte. Sehr zum Vergnügen aller!

Ob der zweite Auftritt von Electro Deluxe der letzte auf der Freilichtbühne war? Näää! Never…!

Bohemian Rhapsody – Zusatzvorstellung

Der Film „Bohemian Rhapsody“ in unserer Open-Air-Kino-Reihe, die wir gemeinsam mit dem Apollo Kino&Bar durchführen ist schon ausverkauft. Wir haben uns kurzfristig entschlossen, am Mittwoch, 31. Juli, eine Zusatzvorstellung anzubieten.

Tickets für diese Veranstaltung gibt es hier!