Kasalla nix leise auf #buwi2020

Eigentlich hieß das Kasalla Programm auf Burg Wilhelmstein „nit esu laut“. Aber was die Kölsche Musiker auf die Bretter der Freilichtbühne im wahrsten Sinne des Wortes an Feuerwerk abbrannten, war alles andere als „nit esu laut“.

Logisch, dass die ohnehin reduzierten Sitzplatzkapazitäten bis auf den letzten verfügbaren Platz belegt waren. Die Fangemeinde hierzulande ist riesig und nicht zum ersten Mal begeisterte die Band ihr Buwi-Publikum. Auch für Kasalla sind Live-Auftritte pures Lebenselixier. Und auch sie sehen die Freilichtbühne als nach Hause kommen an.

Wenngleich das mitsingen untersagt war, sprang der Stimmungsfunke von der Band zum Publikum und wieder zurück. Der Song „Mir sin eins“ war vor allem in diesen Zeiten mithin genauso treffend, wie „Mir sinn uns widder“. Denn das nächste Mal, so Frontmann und Sänger Bastian Campmann, werden bestimmt auch alle wieder mitsingen können.

An gleicher Stelle. Denn auch in der #buwi2021 Saison wird es wieder Kasalla geben! 😉

Feistes Sommerspezialprogramm auf #buwi2020

Da standen sie dann, nach der zweiten Zugabe, und holten sich den stehenden Applaus des Buwi-Publikums schon fast etwas gerührt ab. Seit März kannten sie Applaus – wenn überhaupt – nur von Scheibenwischer und Scheibenwaschanlagen in Autokinos. Und jetzt das.

„Volle Hütte“ auf Burg Wilhelmstein heißt eine Begrenzung der Zuschauerzahlen um fast die Hälfte dessen, was möglich wäre. Aber die über 400 Besucher_innen gaben mit ihrer sichtlichen Freude über den Auftritt von „Die Feisten“ Mathias Zeh und Rainer Schacht kaum einen Unterschied spürbar.

Denn was diese Zwei-Mann-Song-Comedy fast zwei Stunden ablieferte, war vom Feinsten. Humorvoll schon bei den Ansagen und Alltagsbeobachtungen und Lebenserfahrungen in konstruierte Situationskomik musikalisch verpackt, sodass sich jede_r dahin hinein versetzen konnte. Das alles in einer Ruhe und betont unaufgeregten Dynamik, wodurch das Liedgut erst recht zur vollen Entfaltung kam.

Ein großer Spaß mit Niveau. Brillant!

Christoph Titz Trio auf dem Energiespenderplatz

Der wievielte Auftritt es auf der Freilichtbühne nun schon war, wußte der Ausnahmetrompeter Christop Titz jetzt auch nicht mehr so genau. Aber das dieser Platz für ihn, der aus der Region stammt, etwas besonders ist, wußte er schon. Insbesondere in Hochzeiten der Corona Pandemie, als es allenfalls Live-Stream-Konzerte gab, von denen man so gut wie keine direkten Rückmeldungen des Publikums erhielt, wirkte seine Buwi-Bühne jetzt wie DER „Energiespendeplatz“.

Alles war und ist etwas reduzierter. Sogar die Band. Jetzt spielte er im Trio auf und damit mit weniger Begleitmusiker als gewohnt. Jetzt an seiner Seite der Perkussionist Alfonso Garrido und am Bass Thomy Jordi. Und das die Titzche Musik auch zu dritt hervorragend funzt, bewies die Formation sehr eindrucksvoll an diesem Abend. Schließlich standen da drei ausgezeichnete Musiker auf dem Platz, denen die reduzierte Formation mehr musikalischen Raum für die jeweils eigene Enfaltung gab.

On Top und als Special Guest steuerte die wunderbare Sängerin Pat Appleton aus Aachen ihre eigene musikalische Note bei. Wieder einmal, denn auch beim letzten Konzert 2018 begleitet sie Christoph Titz und Band auf Burg Wilhelmstein und begeisterte das Publikum.

Zu erleben war fast zweieinhalb Stunden Jazz vom Feinsten in einer kompositorischen Vielfalt und Breite, die einfach viel Freude bereitete. Und viel Applaus nach sich zog. Der Dank des Künstlers an das Publikum für deren Besuch kam von Herzen. Wie auch der Dank an den Veranstalter, Live-Auftritte in diesen Zeiten möglich zu machen. Schließlich ist der beste Lohn des Künstlers der Applaus und das unmittelbare Feedback. Und wo geht das besser als auf dem „Energiespenderplatz“ Freilichtbühne Burg Wilhelmstein? 😉

Simon Oslender – Ein grandioses Konzert #buwi 2020

Kaum zu glauben, aber der junge Kerl da am Flügel und der Hammond B3 ist erst 22 Jahre alt! Und spielt Jazz wie ein Großer – und mit Großen! Den Aachener Simon Oslender verbindet eine Geschichte mit der Freilichtbühne, hat er doch genau hier seine ersten Live Konzerte zusammen mit seinem Vater besucht. Heute saßen Freunde und Familie im Buwi-Publikum, was  – wie er sagte – bei ihm ein wenig Anspannung verursachte. Schließlich sollte der „Heimauftritt“ dann schon auch gelingen.

Die Sorge um die Qualität war dann auch gänzlich unbegründet. Was für ein tolles Konzert das dann wurde, das als Überschrift die Veröffentlichung Oslenders Debut-Albums „About Time“ hatte. An seiner Seite Klaus Fischer am Bass und Hendrik Smock am Schlagzeug. Dieses Trio knallte einen solch fulminanten wie gefühlvollen Auftritt hin, dass es eine wahre Freude wahr dabei gewesen zu sein. Die Spielfreude auf den Brettern der Freilichtbühne übertrug sich auf die Holzplanken gegenüber.

Und als wenn das nicht schon genug wäre, kam dann auch noch als „Special Guest“ ein weiterer Ausnahmemusiker der Region dazu: Christoph Titz! Der sollte sein eigenes Heimspiel am folgenden Sonntag haben, gesellte sich aber auf Anfrage von Oslender schon mal für einen Kurzauftritt mit dem Trio dazu.

Jazz auf Burg Wilhelmstein hat immer seine ganz eigene, besondere Note. Davon konnte man sich beim Konzert des Simon Ostlender Trios wieder einmal überzeugen. Gerade in diesen Zeiten, wo Künstler_innen und Kulturinterssierte nach Live Konzerten lechzen, weil Online Streams die Atmosphäre nicht bieten können.

Langer Applaus, Jubel, Standing Ovations: so sah das Ende aus. Diesmal. Wiederholung (hoffentlich) nicht ausgeschlossen… 😉

Martin Tingvall Piano Solo auf #buwi2020

Ein Piano Solo Abend der besonderen Art gab es jetzt auf Burg Wilhelmstein. Er schwedische Jazzpianist Martin Tingvall gab sich (wieder) die Ehre. Mit dem mehrfach ausgezeichneten Tingvall Trio begeisterte er schon 2018 auf der Freilichtbühne. Das Solo Programm zu seiner letzten Platte „The Rocket“ hatte er in der ausverkauften City Kirche in Aachen im November 2019 gegeben. Nun also ein neuer Solo Auftritt, bei dem Tingvall einen Mix aus seinen mittlerweile drei Soloalben zum Besten gab.

Es war mucksmäuschenstill, während der sympathische schwedische Ausnahmemusiker sein Programm am Flügel spielte und die Zuhörer_innen auf seine musikalische Reise mitnahm. Dabei waren es nicht ausschließlich Jazz Stücke, die das Buwi-Publikum zu hören bekam. Schließlich ist der Wahlhamburger auch als Komponist für TV- und Kinoproduktionen und als Songwriter für eine Reihe von Künstlern verschiedenster Couleur tätig.

Zwischendurch erzählte Martin Tingvall die Geschichten zu den einzelne Musikstücken, mit Humor, aber auch durchaus nachdenklich. Am Ende gab es mehrere Zugaben und Standing Ovation. Was den Künstler sichtlich freute.

Für Musikliebhaber des Tingvall Musikkosmos war es – wieder einmal – ein wirklich schöner Abend.

Bodo Wartkes Wandelmut auf #buwi2020

Nicht wenige haben sich auf diesen Abend gefreut, ein Abend mit dem Klavierkabarattisten Bodo Wartke. Seit über 20 Jahren macht sich der Wortakrobat aus Schleswig-Holstein einen Reim auf alle Ungereimtheiten des Lebens. Er bringt sein Publikum damit zum Lachen. Aber eben auch zum Nach- und Weiterdenken. Und mitunter lässt auch ernste Töne nicht aus und berührt mit seinen vertonten Geschichten.

So war es jetzt auch auf Burg Wilhelmstein. Der Künstler, ganz im roten Anzug, brauchte (wie immer) nur ein Klavier – bzw. in diesem Fall einen Flügel. Und die launige Wandelmut Reise konnte beginnen. Wie angekündigt: poetisch, politisch, persönlich, prägnant!

Zu den ernsten Tönen gehörte sicher auch die Gefühlslage Wartkes an diesem Abend, die er nach außen kehrte. „Es bedeutet mir sehr viel, heute hier zu sein“, bekannte er. Schließlich sei es der dritte Anlauf seit März, endlich sein neues Programm live präsentieren zu können.

Und so wurde es unbestritten ein toller Abend, der mit großem Applaus von einem begeisterten Buwi-Publikum endete. Und Bodo Wartke sichtlich gut tat.

Anna-Louisa Goblirsch berichtete in der Aachener Zeitung am 26.08.2020 ausführlich über diesen Abend auf unserer Freilichtbühne.

Stoppok grüßt #buwi

Der deutschsprachiger Singer-/Songwriter und großartige Gitarrist Stoppok wäre am 20. August 2020 mit seiner Band auf der Freilichtbühne Burg Wilhelmstein aufgetreten. Doch die „Jubel Tour 2020“ kann nicht Station bei uns machen. Das Konzert wurde verschoben auf den 04. September 2021 (Tickets hier). Was uns schon heute jubeln lässt! Denn wir freuen uns, diesen besonderen Künstler dann eben in einem Jahr präsentieren zu können.

Dass auch Stoppok sich freut, zeigt er uns mit seinem Videogruß!

Basta in Farbe auf #buwi2020

Die Freude war groß bei Basta und seinem Buwi-Publikum, über die Möglichkeit eines Auftritts auf der Freilichtbühne Burg Wilhelmstein. Denn eigentlich war ein Konzert in diesem Jahr nicht vorgesehen. Und vor Publikum zu singen anstatt vor Autos ist für die Sänger dann doch schöner…

An diesem Abend genossen mithin alle die Live Musik und Live Performance der Kölner A Cappella Kapelle, die schon im letzten Jahr an gleicher Stelle begeisterte.

Diesmal wieder und „in Farbe“. Komische Geschichten und feinsinnige Balladen mit Themen aus dem Alltag besingt Basta mit viel Humor. Der Spaß, den die Musiker auf der Bühne dabei sichtlich hatten, übertrug sich flux auch auf die Ränge. Am Ende des fast zweistündigen Auftritts, bei dem Mirko Schelske sein Debüt im Quintett gab, folgte zwangsläufig Standing Ovation und mehrere Zugaben.

Ein toller Abend!

Meret Becker grüßt #buwi

Meret Becker ist überall: Sie steht in unzähligen Produktionen als Schauspielerin (Tatort, Babylon Berlin, Rossini) vor der Kamera, spielt immer wieder auf Theaterbühnen und sie singt. Diesmal ihr neues Programm “ Le Grande Ordinaire“, ein herrlich unkonventioneller, aber hochmusikalischer Liederabend mit einer zauberhaften Meret Becker.

Nur eben nicht wie geplant am 15. August 2020 auf unserer Freilichtbühne… 🙁 Ein Nachholtermin ist für 2022 geplant.

Aber Meret leidet mit und grüßt uns!

Joo Kraus & Kosho auf #buwi2020

Das war ein ganz feiner Jazz Abend auf Burg Wilhelmstein, den das Duo Joo Kraus und Kosho alias Michael Koschorreck gestalteten!

Joo Kraus ist ja ein „altbekannter“ Künstler auf der Freilichtbühne, spielte er doch schon oft in unterschiedlichen Besetzungen wie beispielsweise TAB TWO oder Marialy Pacheco. Joo veröffentlichte kürzlich sein mittlerweile fünftes Soloalbum “Painting Pop„, wofür er den EchoJazz als bester Trompeter erhielt.

Diesmal also mit Kosho, einem „alten“ Musikgefährten, mit dem er noch nie gemeinsam auf der Bühne stand. Der ausgezeichnete Gitarrist und Sänger hat ebenfalls eine sehr erfolgreiche Musikkarriere hingelegt, mit vielen unterschiedlichen Projekten und Teil verschiedener Gruppen.

Beide zusammen harmonierten wunderbar zusammen mit einem eigenen Stil, viel Gefühl, heiteren und melancholischen Melodien – und vor allem mit richtig viel Spaß! So wurde auch das Publikum mit einbezogen bei der Wahl eines Musiktitels für ein noch unbetiteltes Musikstück. Am Ende gab es noch eine improvisierte Zugabe mit der Interpretation des Beatles Songs „With a Little Help from My Friends“. Kaum zu glauben, dass die beiden dieses Stück noch nie zusammen gespielt haben sollen.

Aber es bewies exemplarisch für den ganzen Abend, welch tolle Musiker da auf der Freilichtbühne standen. Dieses Konzert hätte wahrlich mehr Besucher_innen verdient gehabt.