Basta in Farbe auf #buwi2019

Am Ende flossen sogar ein paar Tränchen beim Fanclub. Die beim Buwi Publikum sehr beliebte A-capella-Band Basta aus Köln stand mittlerweile zum 9. Mal auf Burg Wilhelmstein. Und wie gewohnt gab es viel Humor, Witz und Tipps zum fröhlichen Alltag. Dabei war viel Liedgut vom neuen Album „In Farbe“ zu hören, mit Themen, die die Band bewegt.

Dass die Jungs hervorragend miteinander musizieren können und jedweder Instrumente nicht vermissen lassen, bewies auch dieser wunderbare Abend auf unserer Freilichtbühne. Der Funke von dort hin zum Publikum unter dem Zeltdach sprang schnell über. Nicht nur bei denen, die schon sehr früh am Kassenhäuschen ausharrten, um die begehrten Plätze in der allerersten Reihe zu ergattern.

Tja, wenn da nicht ein Abschied zu verkünden war. Es war nämlich auch der letzte Auftritt von Hannes Hermann, welcher zu den erwähnten Tränchen führte. Mit langen Transparenten bedankte sich der Fanclub beim Bariton und die Restkapelle verabschiedete ihren Freund mit einem eigenen Lied – und in betont weißen Socken…

Bei aller Traurigkeit: die A-capella-Kapelle wird sicher wieder komplettiert werden. Und wir verkünden das jetzt einfach mal frech: sie wird dann auch mit Sicherheit irgendwann wieder auf den Brettern der Bardenberger Bühne stehen. Basta!

Herbert Pixner Projekt auf #buwi2019

Das Programm auf der Freilichtbühne Burg Wilhelmstein ist bekannt dafür, neben altbekanntem und geliebtem auch immer wieder neue Schätze aus der Kultur zu präsentieren. Durchaus auch einmal experimentell mit offenem Ausgang. Wie im letzten Jahr zum Beispiel, als erstmalig der Tiroler Herbert Pixner mit Band vor fast vollem Haus gastierte. Und das so erfolgreich und eindrücklich für alle die dabei waren, dass es folgerichtig zu einem erneuten Auftritt kommen musste!

Dabei ist die Musik schwerlich einzuordnen. Die Heimat der Musiker(in) sowie die Art der Instrumente verleiten zur Annahme, hier würde traditionelles, volkstümliches Liedgut zum Besten gegeben. Doch weit gefehlt! Was es hier geboten wird ist so grandios vielseitig und vermischt mit so vielen unterschiedlichen Genres, wie man es in dieser Form wohl nur selten zu hören bekommt. Oder besser: zu erleben!

Denn es hat sie wieder gegeben, die stillen Momente bei denen man eine Stecknadel hätte fallen hören. Oder die rockigen Elemente, bei denen sich Multiinstrumentalist Herbert Pixner und Manuel Randi (Gitarre) Improvisationsduelle lieferten. Flankiert von Heidi Pixner an der Tiroler Volksharfe und Werner Unterlercher am Bass wurde Blues, Bossa, Tango, oder Jazz so wunderbar zelebriert, dass es immer wieder zu „Bravo!“ Rufen und lang anhaltendem Applaus kam. Hans-Peter Leisten hat in der Aachener Zeitung eine sehr treffende Beschreibung des Konzertes geschrieben, auf das wir gerne hier verweisen.

Unsere Freilichtbühne ist wie gemalt für genau solche besonderen kulturellen Kostbarkeiten, bietet sie doch atmosphärisch den idealen Rahmen genau dafür. Man spürt und erlebt, wie die Künstler in solchen Momenten aufleben und vom Publikum ein Feedback erhalten, dass ihre Spielfreude und Spaß regelrecht zu beflügeln scheint.

Und so kommt es wie es kommen muss und eben auch oft passiert, wenn solch wunderbare Abende wie dieser auf Burg Wilhelmstein geschehen. Aus einem Auftritt wird gerne ein zweiter. Und flux wird daraus ein Dauerbrenner. Denn ein dritter Auftritt ist jetzt schon mit Herbert Pixner für 2020 fest ins Auge gefasst!

So kann beim Publikum, Veranstalter und Künstler(in) die Vorfreude auf ein Wiedersehen in unserem „Schatzkästchen“ schon heute richtig Anlauf nehmen… 😉

Guildo hat Buwi lieb

Zwei Tage nachdem mit Joe Jackson ein Weltstar auf Burg Wilhelmstein brillierte, stand nun da ein völlig anders Format von Künstler auf der Freilichtbühne: Guildo Horn.

Das Guildo alle mutmaßlich lieb hat, ist ja bekannt. Und dass diese Zuneigung bei Konzerten auch körperlich gelebt wird, wurde an diesem Abend mehrfach offensichtlich. Als ob er es von der Bühne aus direkt erspürt hat, war ausgerechnet der ausgewiesene sing- und tanzunwillig Autor dieser Zeilen erstes Objekt der Begierde und fand sich unerwartet und plötzlich eng umschlungen am Körper des Guildos wieder.

Das buwi Publikum erfreute es und antizipierte mit großer Freude aus allen Kehlen die gesanglichen Vorgaben des umher wuselnden Sangeskünstlers. Die Bühne bot ohnehin schon viel Freiraum für den ausladenden Hornschen Bewegungsdrang, da die Instrumente an den Rand positioniert waren. Und doch schien sie ihm noch zu klein. Immer wieder zog es ihn ins Publikum, welches er mit einbezog.

Wie beispielsweise Susanne Langohr und Diana Vasen von der DRK Ortsverein Würselen, die an diesem Abend fleißig ihren Dienst taten und von Guildo Horn zu einem musikalischen Einsatz eingesetzt wurden. Oder Lothar Vierbuchen, der auch optisch mit Guildo ein musikalisches Traumbrüderpaar darstellte. Selbst den finalen Abgesang von „Highway to Hell“ überlies er einem offensichtlichen stimmgewaltigen Talent aus Reihe 4 – was großen Jubel nach sich zog!

So ging der Abend dahin mit viel altem bekannten nationalen und internationalen Liedgut, welches die Orthopädischen Strümpfe instrumental zu Ton brachten. Gitarrist Pruntz Phillip Kegelmann, Drummer Kikki Pfeifer und Keyboarder Addi Mollig waren top drauf und hatten ihrerseits enorm viel Spaß, was ihr Vorsänger und -turner im Zusammenspiel mit dem buwi Publikum da bot.

Am Ende dann gab es noch eine Zugabe im Stile Udo Jürgens: im Bademantel. Und mit dem Wiegenlied „La-Le-Lu (Nur der Mann im Mond schaut zu)“ ging ein wirklich lustiger und unterhaltsamer Musikabend zu Ende, der nach Wiederholung brüllt.

Wo sich doch am Ende sogar der Autor dieser Zeilen zeitweise beim mitsingen ertappte… 😀

Joe Jackson umjubelt auf #buwi2019

Dann trat er endich hinter dem Vorhang hervor, ins Rampenlicht der Freilichtbühne: Joe Jackson! Und erstmals brandete Jubel in der bis zum letzten Platz ausverkauften Burg Wilhelmstein auf. Schon da war klar: hier sitzen seine Fans, die ihn seit vielen Jahren verfolgen und dessen Musik ihnen schon seit der Jugendzeit viel bedeutet.

„Four Decade Tour“ hieß die Überschrift, die eben nicht nur Musikstücke der aktuellen Produktion „Fool“ beinhaltete. Vielmehr gab es viele Stücke aus dem 40-jährigen Schaffen des Ausnahmemusikers auf die Ohren. Immer wieder neu arrangiert mit überraschenden Wendungen und Übergängen. So beispielsweise „Is She Really Going Out With Him“ und „Different For Girls“, „I’m The Man“ und – mit originaler Drum-Maschine von 1982 (!) – „Steppin’ Out“. Sehr zur Freude des Publikums, das mitsang und schwang und quasi aus dem jubeln nicht mehr herauskam.

Teddy Kumpel an der Gitarre, Doug Yowell am Schlagzeug und der langjährige Weggefährte am Bass, Graham Maby, spielten richtig groß auf und vermittelten einen großen Spaß am gemeinsamen musizieren. Welch ein Erlebnis! Was für ein Konzert! Und die Location bot – trotz ausgeprägter Hitze – einen wieder einmal tollen Rahmen für ein ganz besonderes kulturelles Ereignis.

Er könne sich nicht erinnern, jemals in der Aachen Region gewesen zu sein. Aber er müsse wohl wiederkommen, meinte Herr Jackson im Angesicht der Ovationen, die ihm das Publikum an diesem Abend zukommen lies.

Ja, finden wir auch. Unbedingt!!! 🙂

Große Show mit James und James

Nach dem fulminanten Konzert 2017 gab es ein freudig erwartetes Wiedersehen und -hören mit den 7 Musikern von Electro Deluxe. Und auch diesmal blieb nur wenig Zeit, auf den Holzplanken der Freilichtbühne Platz zu nehmen. Frontmann James Copley forderte – natürlich – gleich zu Beginn mit ausladenden Gesten dazu auf, zum knackigen Funk mit zu tanzen und mit zu klatschen. Und das mit Zugaben fast zwei Stunden lang.

Electro Deluxe besteht aus exzellenten Musikern, von den Blechbläsern über den Pianisten, den Bassisten und Schlagzeuger bis hin zum charismatischen und energiegeladenen Frontmann Copley. Sie alle überzeugten mit großer Spielfreude, ganz so, wie in der Ankündigung beschrieben: „Electro Deluxe erzeugen einen mitreißenden Cocktail aus schmutzigem Funk & Soul, der sofort in Ohr und Beine geht. Diese Shows besucht man nicht einfach nur, man ist sofort ein Teil davon. Direkt, ungezügelt und ohne doppelten Boden.“

Bassist Jérémie Coke lud dann noch einen 10-jährigen Jungen auf die Bühne ein, der den ganzen Abend im Zuschauerraum nach Herzenslust mittanzte. Und dann eben auch auf der Bühne. Es war der zweite James (mit Nachnamen Czorny) auf den Brettern der Burg Wilhelmstein, der mit der Band eine große Show feierte und der seinen ganz speziellen Abend hatte. Sehr zum Vergnügen aller!

Ob der zweite Auftritt von Electro Deluxe der letzte auf der Freilichtbühne war? Näää! Never…!

Programmheft 2019

So sieht´s aus! Unser opulentes Programmheft zur #buwi2019 Saison! Auf die Gefahr hin, dass wir uns wiederholen: Wir freuen uns auf die neue Saison wie Bolle!

Tolle Künstlerinnen und Künstler haben sich angesagt und führen die gute Tradition fort, kulturelle Highlights und Schmankerl in wunderbarem Ambiente der Burg zu präsentieren.

Fix auf das Titelbild klicken und rein schauen in das Programmheft 2019. Es lohnt sich, denn es ist für jede/n etwas dabei! Versprochen! 😉

Knallerfinale mit Tingvall Trio

Der letzte Musikakt der Burg Wilhelmstein Saison 2018 war ein richtiger Knaller für Freunde des Jazz. Das Tingvall Trio bewies, warum es mit Preisen überhäuft wird. Exquisite Musiker standen da auf der Bühne und ließen keinen Zweifel an ihrem Talent und ihrer Kunst.

Am Piano Martin Tingvall aus Schweden. Am Kontrabass Omar Rodriguez Calvo aus Kuba. Am Schlagzeug Jürgen Spiegel aus Deutschland. Das ist das Tingvall Trio, das sich mit seinem sehr eigenständigen, unverwechselbaren Sound einen festen Platz – nicht nur in der Jazzszene – erobert. Skandinavischer Folk, Jazz sowie Elemente aus Rock und Pop, dazu klare und poetische Melodien – so die Rezeptur des Trios, das die Herzen der buwi Besucher im Sturm eroberte. Immer wieder gab es Applaus für einzelne Solis und selbstredend am Ende standing ovations, für einen großartigen Auftritt.

Was für ein musikalischer Abschluss! Die drei Jungens waren das erste Mal auf unserer Freilichtbühne zu Gast – und sicherlich nicht das letzte Mal…

Italienischer Abend mit Götz Alsmann und Band

Im letzten Jahr – die neue CD war noch warm vom Druck – präsentierte Götz Alsmann mit seiner Band ihre musikalische Reise nach Rom. Und so stimmungsvoll und launig wie 2017 war auch der zweite Auftritt auf Burg Wilhelmstein. Alles was zum italienisch angehauchten Programm seinerzeit geschrieben stand, traf auch jetzt wieder zu. Im Mittelpunkt die eingedeutschten Schlager Italiens untermalt mit bekannten Melodien für Millionen.

Es ist völlig unnötig zu erwähnen, dass die Alsmännischen Arrangements immer so leicht, locker und perfekt klingen. Auch dank des immer perfekten Zusammenspiels mit seinen Kollegen Rudi Marhold am Schlagzeug, Markus Paßlick Percussion, Ingo Senst am Standbass und Altfrid Maria Sicking an Vibraphon, Xylophon und Trompete.

Was so einen Abend mit Götz Alsmann und Band aber zusätzlich immer so besonders unterhaltsam macht, ist die Moderation des Multiinstrumentalisten, Moderators, Unterhaltungskünstlers, Hochschullehrer und Honorarprofessor, der es immer wieder versteht, das landestypische Thema humorvoll und erheiternd zu präsentieren.

Am Ende sang Götz dann noch eine wahre Ode an Burg Wilhelmstein, dem Team und Uli Pesch, der früh an ihn geglaubt und Auftritte ermöglichte, und damit einer großen künstlerischen Karriere Vorschub leistete.

Rom, Italien… bleiben sicher lange in musikalischer Erinnerung. Die Burgbesucher/innen müssen nun stark sein. Denn erst 2020 wird es eine neue, musikalische Götz Alsmann Reise geben. Wohin weiß der Künstler noch nicht. Aber dass das neue Programm auf seiner Lieblingsfreilichtbühne zur vollen Entfaltung kommen wird, ist heute schon 100 %ig sicher! Man darf also gespannt sein. Auch auf die dann neue Abendgarderobe…

Ciao Götzè! Amici!

Heimspiel für Christoph Titz

„Unser“ Ausnahmetrompeter wieder zu Gast auf Burg Wilhelmstein. Und wieder war die ganze musikalische Klasse von Christoph Titz zu erleben. Zusammen mit seiner kongenialen Band zauberten er einen wunderbaren Klangteppich auf die Freilichtbühne. Es ist genau der richtige Ort für diesen Jazz, dem man stundenlang zuhören könnte.

Pat Appleton sprang als Gastsängerin für die erkrankte Astrid North ein. Das Energiebündel mit toller Stimme bereicherte die Titze´ Bläserei. Wie auch der neu in der Band integrierte Alfonso Garrido. Der Percussionist lieferte sich mit Drummer Matthias Trippner beim Stück „Ibumania“ ein sensationelles Solo, das sicher allen noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Apropos Soli: letztlich standen sich alle auf der Bühne in nichts nach. Ob es Volker Meitz an den Keyboards, Thomy Jordi am Bass oder Thomas Büchel an der Gitarre waren: allen gab Titz genug Raum, ihr großes Talent und Können zum besten zu geben.

Es war einmal mehr ein besonderer Abend mit begeistertem Applaus vom Publikum. Und am Ende gab es von „unserem“ Christoph beim Small Talk Autogramme auf CD´s. Dabei stand eine ganz besondere Doppel-CD zum Verkauf. Die, bei dem das Konzert von 2016 aufgezeichnet wurde. Eine Empfehlung der Redaktion…

Herbert Pixner und Band erobern die Burg

„Electrifying Tour 2018“ lautet der Tourtitel des aktuellen Herbert Pixner Projekts. Erstmalig als Gast auf Burg Wilhelmstein elektrisierte die vierköpfige Band aus Tirol auch gleich die Freilichtbühne.

Die Musik vom Genre her einzuordnen ist nicht einfach. Man könnte glauben, dass die steirische Harmonika, Tiroler Volksharfe, Gitarre und das Kontrabass eher für traditionelle „Volksmusik“ steht, ganz so, wie auch der Titel des neuen Albums lautet. Doch weit gefehlt. Was das Quartett musikalisch bot, war viel mehr: Blues, Bossa, Tango, Jazz und Volksmusik. Letzteres nicht zu verwechseln mit volkstümlicher Musik.

Die Stimmung unter dem Zeltdach wechselte wie die Musikstile und Interpretationen. Mal hörte man fast eine Stecknadel fallen („Was gibt es größeres für einen Künstler als diese Reaktion eines Publikums“ – Pixner), mal rhythmisches Klatschen und (rheinische) Jodelversuche…

Kurzum, die Stimmung war wie die Musik an diesem warmen Sommerabend: fantastisch! Und der Wunsch der Band, gerne einmal wiederzukommen, lag ganz im Interesse der Besucher/innen. Gut unterrichtete Kreise im Umfeld der Burg wollen erfahren haben, dass daran schon heute beiderseitig intensiv gearbeitet wird… 😉